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1959 als Unternehmen gegründet, das seine Wurzeln an der Universität Basel hat, sind wir der Neutralität und Internationalität in bester Schweizer Tradition verpflichtet.

Wenn Prognos heute gegründet würde, wäre das nahezu etwas Selbstverständliches - zumindest vom organisatorischen Standpunkt aus betrachtet. Als aber vor 50 Jahren - im Jahr 1959 - einige bekannte Wissenschaftler der Basler Universität ihren Plan in die Tat umsetzten und aus der staatlichen Alma Mater heraus das private "Europäische Zentrum für angewandte Wirtschaftswissenschaften" in Form einer Aktiengesellschaft gründeten, war dies ein gewagtes Experiment.

Wissenschaftliches Unternehmertum.
Der Spiritus Rector der Prognos war der Stefan-George-Schüler und bekannte Professor für Sozialwissenschaften an der Universität Basel, Edgar Salin, der in seinem Umfeld eine Reihe bekannter Persönlichkeiten dafür gewinnen konnte, das Gründungskapital von 50.000 Franken zu Verfügung zu stellen. So fand der Gründungsakt für das neue Forschungsunternehmen am 6. Oktober 1959 statt. Der Name Prognos war sorgfältig ausgesucht - und zugleich Programm des neuen Unternehmens, ging es doch von vornherein um langfristig zukunftsorientierte und wissenschaftlich basierte Beratung für Politik und Wirtschaft. Aufgrund der erklassigen Kontakte von Salin und der schnell wachsenden Reputation der wissenschaftlichen Mitarbeiter der ersten Stunde entwickelte sich Prognos rasch zu einem echten Geheimtipp für arrivierte junge Akademiker.

Auf die Menschen kommt es an.
Als "People Business" war - und ist - die Prognos auf herausragende Köpfe angewiesen, die allerdings im Gegensatz zur Universität nicht nur exellent denken, sondern auch unternehmerisch handeln können. Insofern stellte der Eintritt von Peter G. Rogge als Geschäftsführer im Jahr 1962 einen Meilenstein für die Entwicklung der noch jungen Firma dar. Neben vielen anderen, die ihre "Handschrift" über teilweise mehrere Jahrzehnte bei Prognos hinterlassen haben, ist ein Beitrag für die Unternehmensentwicklung (bis heute) von unschätzbarer Bedeutung. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass Peter G. Rogge über lange Zeit der Seele der Prognos war - nach innen als Motivator und Antreiber und nach außen als Kommunikator und Verkäufer. Auch in den nächsten Jahrzehnten wurde die Firma von herausragenden Persönlichkeiten  und Ökonomen geleitet, von denen hier besonders Heik Afheldt in den 1970er Jahren und im Anschluss daran Hans J. Barth bis über die Jahrtausendschwelle hinweg erwähnt werden dürfen.

Entscheidungsgrundlagen für Politik und Wirtschaft.
Aus den schweizerischen Ursprüngen konnten die Arbeitsschwerpunkte schnell internationalisiert werden und neue Standorte in Deutschland eröffnet sowie ein über Europa hinausgehendes Netwerk von Partnern begründet werden. Seitdem bewegt sich Prognos in einem zunehmend globalisierten Umfeld immer weiter. Vor allem aber gelang es der Firma quasi vom Startblock weg, reglmäßig die Aufmerksamkeit von Politik und Öffentlichkeit mit ihren Arbeits- und Projektergebnissen zu erreichen, ohne sich dabei selbst zu stark in den Vordergrund zu spielen. Vielmehr wollte und konnte das Unternehmen mit neutralen Erkenntnissen und fundierten Prognosen überzeugen und so die Planungsgrundlage für bedeutende und langfristig wirkende Entscheidungen auf höchster Ebene in Politik und Wirtschaft zur Verfügung stellen. Denn anders als viele Forschungsinstitutionen, die rein wissenschaftlich motiviert und von der öffentlichen Hand alimentiert sind, ging es bei Prognos immer darum, etwas weiterzuentwickeln und bestehende Verhältnisse zu verbessern. 

Orientierung in Zukunftsfragen.
Der Zeit voraus zu sein und dabei zugleich die konkreten Herausforderungen der aktuellen Situation im Blick zu haben, ist die Kunst, der wir uns bis heute verschrieben haben. Wir haben nun seit 50 Jahren weit reichende Erfahrung in der Bearbeitung gesellschaftsbestimmender Zukunftsthemen wie Demografischer Wandel, Globalisierung und Klimawandel. Branchen und Märkte, Werte, Trends und Technologien - unsere Zukunft unterliegt einer Vielzahl von Variablen mit zunehmend komplexen Wechselwirkungen. Antworten auf die Fragen der Zukunft zugeben, heißt für uns, die vielfältigen Entwicklungen im Detail zu erkennen und gleichzeitig den Blick für das Ganze zu wahren. Wissenschaftliche Kompetenz, fundiertes Fachwissen sowie Einsatz, Erfahrung und Kreativität sind die Grundlagen unserer Arbeit. Deshalb ist es auch nicht leicht mit einem Begriff zu definieren. Denkfabrik, Strategieberatung oder Wirtschaftsforschungsinstitut? Wir bieten all das - interdisziplinär - unter einem Dach: Prognos, das europäische Zentrum für Wirtschaftsforschung und Strategieberatung.  

Christian Böllhoff/Hans J. Barth (Hrsg.)
Der Zukunft auf der Spur. Analysen und Prognosen für Wirtschaft und Gesellschaft.

365 S., 19 s/w Abb., Gebunden
Preis: EUR 49,95
Erschienen am: 05.10.2009
ISBN: 978-3-7910-2918-4

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