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Köln: Stabiles Sozialklima wichtiger Standortfaktor der Zukunft

Stadtsparkasse Köln präsentiert zu ihrem 175-jährigen Bestehen eine Prognos Studie zur zukünftigen sozialen Entwicklung der Domstadt

 

Im nationalen wie internationalen Standortwettwerb kommt es immer häufiger auf ein gutes soziales Klima an einem Standort an. Dazu zählt nicht nur die allgemeine Lebensqualität, sondern auch die Fähigkeit der Stadt und ihrer Bürger, soziale Konflikte aufzufangen und auszugleichen. Köln, so das Ergebnis der Prognos Studie, hat die Umbrüche der letzten Jahre durch ein stabiles soziales Klima abfedern können. Um dieses allerdings dauerhaft zu sichern, sind Anstrengungen von allen Seiten notwendig.

"Die globalen Trends zeigen sich in Köln wie in einem Brennglas: Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse und Betriebsstrukturen, aber auch Überalterung und eine schwierige Rekrutierung von jungen, qualifizierten Arbeitskräften bei gleichzeitiger Arbeitslosigkeit stellen eine Herausforderung für alle dar", so Gustav Greve, Geschäftsführer der Prognos AG, "Köln hat aber die Chance, mit dem positiven Image einer dynamischen und gleichermassen lebens- wie liebenswerten Stadt auch weiterhin im Standortwettbewerb zu punkten".
Gustav Greve führte weiter aus:

Wirtschaft profitiert bislang von solidem Sozialklima

Die Wirtschaftsstruktur der Rheinmetropole hat sich in den 90er Jahren stärker verändert als die aller vergleichbaren deutschen Großstädte: Dem Verlust an Arbeitsplätzen im produzierenden Gewerbe um mehr als ein Viertel, standen kleinere, aber doch wichtige Arbeitsplatzgewinne bei Dienstleistungs- und High-Tech-Branchen gegenüber. Die grosse Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft der Kölner kam diesen Branchen besonders entgegen. Gleichzeitig konnte die gefährliche Kumulation von sozialen Konflikten durch eine ausgeprägte Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt und durch ein hohes Maß an bürgerschaftlichem Engagement immer wieder vermieden werden.

Status quo keine Garantie für die Zukunft

Die Stabilität des Sozialklimas ist gefährdet. Der wachsende Dienstleistungs-bereich kann auch künftig den Arbeitsplatzabbau der Industrie nicht ausgleichen. Die Erwerbstätigen werden älter. Gleichzeitig steigt in den unteren Altersgruppen der Anteil von Jugendlichen aus Zuwanderfamilien besonders stark. Das gesellschaftliche Miteinander in den einzelnen Stadtteilen wird schwieriger und damit konfliktträchtiger, das soziale Engagement der Bürger immer häufiger überfordert.

Gemeinsame Anstrengungen von Verwaltung, Wirtschaft und Bürgern nötig

Hier ist aktives Risikomanagement gefragt: Prognos empfiehlt eine Stärkung der Eigenverantwortung der Bezirke auch in Fragen der Wirtschaftsentwicklung sowie eine verbesserte Bildungsbeteiligung von Jugendlichen ausländischer Herkunft. Ein stabiles gesellschaftliches Miteinander wäre zudem durch vermehrte Beschäftigung von Arbeitskräften ausländischer Herkunft im Dienstleistungsbereich, sowie durch bessere Zusammenarbeit von Organisationen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen oder die Erleichterung des Kontakts zu Kölner Vereinen zu erreichen.
Auch die Gründung einer unabhängigen Stadt- oder Bürgerstiftung kann helfen, das bürgerschaftliche Engagement aufrechtzuerhalten und zusätzlich anzuregen. Diese Massnahmen verlangen die Zusammenarbeit von Wirtschaft, Bürgern und Verwaltung. Sie können die Attraktivität des Standorts Köln auch für die Zukunft sichern.

Die Kurzfassung der Studie 'Einschätzung der zukünftigen sozialen Entwicklung in der Stadt Köln' ist als pdf-Datei über info(at)prognos(dot)com erhältlich.

Kontakt:

Markus N. Beeko
Presse/ Kommunikation
Tel: +41 61 3273-387
Fax: +41 61 3273-300
E-Mail: Markus.Beeko(at)prognos(dot)com



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