
Der Zukunftsatlas 2006 nimmt die im europäischen Vergleich wichtigsten 14 Leit- und Wachstumsbranchen Deutschlands unter die Lupe. Für alle 439 deutschen Kreise und kreisfreien Städte werden branchenspezifische Wachstumschancen und Entwicklungspotenziale analysiert. Spezifische Karten zeigen systematisch auf, wo die Stärken der Branchen und Regionen liegen, mit welcher Dynamik sich die einzelnen Regionen im Zeitablauf verändert haben und benennt die Top-Standorte der einzelnen Leit- und Wachstumsbranchen. Ein für jede Branche berechneter Clusterindex ermöglicht die regionalspezifische Ermittlung von Branchenkompetenzen und Clusterpotenzialen.
Die Kernergebnisse des Zukunftsatlas 2006 sind:
- Cluster zielen auf Verbund- und Synergieeffekte ab und erhöhen so die Bindewirkung der Unternehmen in einer Region. Cluster sind somit der Katalysator für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort.
- Vor allem die Achse von Frankfurt, über Stuttgart bis zum Bodensee erweist sich als wirtschaftliches Kraftzentrum der Republik. Punktuelle Branchenschwerpunkte finden sich zudem in Bayern, im Rhein-Ruhrgebiet und in den norddeutschen Metropolregionen Hamburg, Bremen und Hannover.
- Der Osten Deutschlands hängt dagegen auch 15 Jahre nach der Wiedervereinigung wirtschaftlich deutlich hinterher. Bis auf wenige Ausnahmen - insbesondere Dresden, Leipzig und Berlin - haben es die Regionen in den neuen Bundesländern bislang nicht geschafft, auch überregional bedeutende Branchencluster in den 14 Leit- und Wachstumsbranchen aufzubauen.
- Selbst traditionelle Industrien bilden erfolgreiche, dynamische Cluster. Voraussetzung dafür ist die technologische Ausrichtung auf weltweite Spitzentechnologien, die einen zentralen Beitrag zur innovativen und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsentwicklung leisten.
- Cluster bündeln nicht nur Kompetenz, sie tragen auch zur Entwicklung von Kompetenz bei. Daher kann es zeitgemäßer Wirtschaftspolitik nicht mehr vorrangig um das einzelne Unternehmen gehen, sondern zunehmend müssen Überlegungen zur Technologieregion und zur Strukturbildung mit dem Ziel der Nutzung von Synergien im Vordergrund stehen.