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Deutsche Exporte werden weiter schneller zunehmen als die Wirtschaft wächst, trotzdem wird China Deutschland 2009 als Exportweltmeister ablösen - das prognostiziert die Schweizer Denkfabrik Prognos in einer Exklusiv-Studie für das neue Handelsblatt-Magazin Agenda.

Globalisierung ist keine Bedrohung, sie ist eine Chance - aber diese Chance muss auch genutzt werden. In der Vergangenheit konnte Deutschland von der Globalisierung profitieren. Der zukünftige Wohlstand hängt maßgeblich davon ab, ob dies auch weiterhin gelingt.

Das wirtschaftliche Gewicht von China, Indien und anderen asiatischen Schwellenländern wird massiv zunehmen. Mehr als jedes dritte weltweit exportierte Produkt (35 Prozent) wird 2015 aus dieser Region stammen; derzeit ist es nur jedes vierte (28 Prozent). Bis 2015 werden sich die Ausfuhren aus China und Indien verdreifachen.

Aber auch die deutschen Exporteure werden in den nächsten Jahren das Geschäft ihres Lebens machen. Um über fünf Prozent pro Jahr werden die deutschen Ausfuhren bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts steigen, ist das Ergebnis der Prognos-Studie. 2015 werden die Exporte auf rund 44 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gestiegen sein - fast doppelt so viel wie Anfang der 1990er-Jahre. Alles in allem werden Deutschlands Unternehmen im Jahr 2015 auf den Weltmärkten besser dastehen als heute.

Dies gilt insbesondere für die deutschen Vorzeigebranchen, die in der Exklusiv-Studie "Globalisierungsreport" gesondert untersucht wurden. Diese Branchen zeigen bereits heute, wie Deutschland zukünftig aufgestellt sein muss.

Bessere Bildung und verstärkte Bildungsinvestitionen sind das Fundament der Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Dazu kommen muss nach Meinung der Prognos-Experten ein hohes Maß an Sekundärtugenden. Fleiß, Beharrlichkeit, Verlässlichkeit und Präzision sind heute so wichtig wie früher. Aber sie sind kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Gefordert ist zunehmend Kreativität, um Marktchancen rasch zu erkennen und stets einen Tick besser zu sein als die Konkurrenz.

Nur so lässt sich wirtschaftlicher Erfolg in der Zukunft sichern. Denn kein anderes großes Industrieland der Welt ist so exportorientiert wie Deutschland, kein anderes Land aber ist auch so abhängig vom Welthandel und hat deshalb ein solches Interesse an offenen Märkten. Denn von protektionistischen Tendenzen wäre kaum ein Land so negativ betroffen wie Deutschland. "Ein Ende der Globalisierung wäre also kein Weg, der vermeintlichen Bedrohung zu entgehen. Im Gegenteil, das Ende der Globalisierung wäre das Ende der Aussichten auf höheres Wachstum und mehr Beschäftigung in Deutschland.

Download
Hier gelangen Sie zum Download des Globalisierungsreports.

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