
Prognos hat im neuen Globalisierungsreport den Prognos Freihandels- und Investitionsindex aktualisiert. Darin wird systematisch die Attraktivität der 100 wichtigsten Volkwirtschaften für deutsche Exporteure und Investoren untersucht. Entstanden ist ein in dieser Form bislang einzigartiges Ranking, in dem die zentralen für die Außenwirtschaft wichtigen ökonomischen und politischen Faktoren einfließen. Das aktuelle Ranking zeigt insbesondere, welche die besten Auslandsmärkte nach der Krise sind. Ziel des Prognos- Freihandels- und Investitionsindex ist es, Unternehmen Orientierung bei der Entscheidung über ein Auslandsengagement zu geben.
Zwar ist die Welt mittlerweile gut aus der Krise herausgekommen, aber Europa und die Vereinigten Staaten werden mittelfristig nur eine geringe Dynamik aufweisen. Vielmehr wird die kommenden Dekade so stark wie nie von Asien geprägt sein. Zwischen 2010 und 2020 werden 50 % des weltweiten Wachstums auf Asien entfallen, davon fast die Hälfte auf China. Für deutsche Unternehmen bedeutet das jedoch nur zum Teil eine Umorientierung. Bei aller Dynamik in den Schwellenländern bleiben die etablierten Märkte, vor allem in Europa, ein wichtiges Standbein.
Während die Ergebnisse zeigen, dass die „alten“ Märkte trotz geringer Dynamik aufgrund ihrer Größe und Verlässlichkeit weiterhin gute Adressen sind, hat die Entwicklung in China eine neue Qualität erlangt. Zur beinahe ungebrochenen wirtschaftlichen Dynamik kommt mittlerweile hinzu, dass sich auch die institutionellen Rahmenbedingungen spürbar verbessert haben; ein Engagement in China wird weniger riskant. Statt den Begriff BRIC-Ländern zu verwenden, wäre es sachgerechter, von China und von den BRI-Ländern sprechen.
Neben den bekannten Märkten zeigen sich einige Regionen im Prognos Freihandels- und Investitionsindex stark verbessert. So schlagen sich die Vorbereitungen der Staaten des Golf-Kooperationsrats auf die Zeit nach dem Öl mittlerweile deutlich in den Daten nieder. Einige der Länder gehören bereits zum oberen Drittel der attraktivsten Märkte. Weitere Länder, die langsam aus der zweiten Reihe hervortreten, liegen in Nordafrika. Insbesondere Tunesien hat seine Attraktivität für deutsche Unternehmen stark ausgebaut. „Geheimtipps“ finden sich auf allen Kontinenten. In Europa beispielsweise sind des die nordischen Länder, in Südamerika Chile und Nordamerika besteht nicht nur aus den Vereinigten Staaten.
Download
Hier gelangen Sie zum Download des Globalisierungsreports 2010.
Wir führen abgestimmt auf die spezifischen Bedürfnisse einzelner Unternehmen und Branchen Sonderauswertungen des Prognos Freihandels- und Investitionsindex durch. Diese maßgeschneiderten Auswertungen bieten Unternehmen und Verbänden eine wichtige Unterstützung bei der individuellen Entscheidung über ihr Auslandsengagement.
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