Konzeption und Umsetzung eines länderübergreifenden IKZM-Kooperationsprozesses Umweltbundesamt, 2008–2010
Die Strategie für ein Integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM) in Deutschland geht auf eine entsprechende Empfehlung der EU (2002/413/EG) zurück. Hintergrund ist die weltweit zunehmende Nutzung der Küsten, die in Europa zu Konflikten zwischen verschiedenen Interessen und örtlich schlimmstenfalls zur Übernutzung führen kann. Folgen dieser Übernutzung können die Beeinträchtigungen der Umweltqualität, die Zerstörung der natürlichen Ressourcen und schließlich die Verschlechterung der Wirtschaftskraft sein.
Anfang August 2008 haben das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) ein zweijähriges Forschungsprojekt „Konzeption und Umsetzung eines länderübergreifenden IKZM-Kooperationsprozesses“ in Auftrag gegeben.
Unter dem Namen Küsten-Kontor hat Prognos eine IKZM-Stelle aufgebaut. Wesentliche Aufgabe ist es, Maßnahmen auf der kommunalen Ebene zu unterstützen und ihre Umsetzung zu begleiten. Ein intensiver Informations- und Erfahrungsaustausch der Akteure im Küstenraum ist eine wichtige Voraussetzung, Sektor übergreifend gemeinsame Lösungen zu entwickeln. Dabei haben wir die verschiedenen Stakeholder aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in den Dialog- und Entscheidungsprozess einbezogen.
Kommunikationsmanagement 110-kV-Netzausbau Schleswig-Holstein E.ON Netz GmbH, in Arbeit
E.ON Netz plant gegenwärtig neue Freileitungen in Schleswig-Holstein, um den Ausbau des Stromnetzes voranzutreiben. Diese Freileitungsvorhaben werden von der Öffentlichkeit kritisch wahrgenommen. Mit dem Ziel, einen konsensorientierten Dialog zwischen Vorhabensträger und Stakeholdern zu etablieren, gestaltet Prognos den begleitenden Kommunikationsprozess. In den Dialog werden die von der Planung tangierten kommunal- und landespolitischen Akteure, Fachbehörden sowie Bürger eingebunden. Dabei setzt Prognos methodisch unter anderem Bürgersprechstunden zu Planungsaspekten und bilaterale Gespräche mit den Stakeholdern ein.
Auf dem Gelände des Bayer Chemieparks in Krefeld-Uerdingen plant Trianel ein 750 MW Steinkohlekraftwerk, das in der öffentlichen Debatte kontrovers diskutiert wird. Dabei kommen Themen wie Versorgungssicherheit, Umwelt- und Klimaschutz sowie gesundheitliche Aspekte der Planung zur Sprache. Daran anknüpfend hat Trianel Prognos mit der Konzeption, Umsetzung und Moderation einer Forenreihe zum geplanten Steinkohlkraftwerk beauftragt. In sechs von Prognos moderierten Foren werden thematisch gruppiert die vielfältigen und komplexen Inhalte angesichts der Kraftwerksplanung von einem festen Teilnehmerkreis diskutiert. Unter den Teilnehmern sind Vertreter der Stadt, der Politik, der Wirtschaft, der Gewerkschaft, von Umwelt- und Naturschutzverbänden sowie Initiativen und des Vorhabensträgers.
In moderierten Round Table Gesprächen wurde eine vertragliche Einigung der Unternehmen von in Schleswig Holstein anbindenden Offshore Windparks erzielt. Unter Beteiligung des Wirtschafts- und Umweltministeriums konnte so eine einvernehmliche Bündelung auf eine gemeinsame Trasse erzielt werden und eine unter naturschutzfachlichen Gesichtspunkten verträgliche Trassierung erreicht werden. Die Trasse ist inzwischen genehmigt.
Leitbild ‚Metropole Hamburg - Wachsende Stadt‘, Kommunikations- und Beteiligungskonzept sowie Auftaktveranstaltung Vision Tour Senatskanzlei Hamburg, 2003
Die zentrale öffentlichkeitswirksame Auftaktveranstaltung am 12. Juni 2003 zur Implementierung des Hamburger Leitbildes mit über 300 Hamburger Gästen aus allen gesellschaftlichen Bereichen. In parallelen Workshops mit von Prognos akquirierten internationalen Experten aus Barcelona, Toronto, Wien und Kopenhagen sind die Zukunftsziele der Stadt diskutiert und mit einem breiten Konsens bestätigt worden. Die Vision Tour war ein Modul des zuvor von Prognos entwickelten Kommunikations- und Beteiligungskonzeptes. Prognos war zuständig für Konzeption, Umsetzung und Moderation des inhaltlichen Programms der Vision Tour.
Vermittlungsverfahren Viking Cable zum Investitionsvorhaben einer Gleichstromverbindung mittels Seekabel zwischen Norwegen und Deutschland – Mediation Viking Cable A/S, Oslo / Hannover 2002
Die Planung einer 540 km langen Seekabelverbindung wurde in einem Mediationsverfahren verhandelt. Im Vordergrund standen die Risiken von elektromagnetischen Feldern auf Meereslebewesen, die durch Erwärmung bedingte Botulismusbildung aber auch die Sicherheit und Leichtigkeit der See- und Küstenschifffahrt. In ca. 10 Vermittlungsrunden mit 35 vertretenen gesellschaftlichen Gruppen wurden die Interessenkonflikte behandelt und ein weitgehender Konsens erzielt. Die Mediationsergebnisse sind in die vorliegende Genehmigung eingeflossen. Die Mediation Viking Cable war die erste privatwirtschaftlich beauftragte Mediation in Deutschland. Prognos hat den 2001 abgeschlossenen Mediationsprozess gestaltet und moderiert sowie mit einem Mediationsteam geleitet.
Genehmigungsmanagement zur geplanten Seekabelverbindung NORD.LINK von Norwegen nach Deutschland Statnett SF, in Arbeit
Erstellung von Antragsunterlagen im Planfeststellungsverfahren einer Fernwärmeleitung E.ON Fernwärme GmbH, in Arbeit
Kommunikationsmanagement zur Planung der 380-kV-Freileitung Ganderkesee-St. Hülfe in Niedersachsen transpower stromübertragungs gmbh, in Arbeit
Genehmigungsmanagement 110-kV-Netzausbau Schleswig-Holstein E.ON Netz GmbH, in Arbeit
Verbrauchermonitoring – Perspektiven der Verbraucher zum Klimaschutz: Mobilität & Ernährung Verbraucherzentrale Bundesverband e.V., 2010
Strategische Beratung zu Konzessionsverhandlungen Ein Unternehmen, 2010
Begleitung der Antragskonferenz der 300-kV-Gleichstrom-Leitung DolWin alpha - Dörpen/West zur Netzanbindung DolWin1 transpower stromübertragungs gmbh, 2010
Strategiekonzept für die Kommunikative Planung eines EBS-Kraftwerks Ein Unternehmen, 2009
Zielgruppenadäquate Formulierung der Antragsunterlagen in einem Raumordnungsverfahren für einen Kraftwerksstandort Ein Unternehmen, 2008
Internationaler Expertenaustausch zu Offshore-Windpark-Planungen Vattenfall Europe New Energy GmbH, 2008
Minderungsmaßnahmen für Feinstaub bei der Pechproduktion Rütgers Chemicals GmbH, 2008
Delphi-Befragung zur Wahrnehmung und Priorisierung von Risiken aus dem Bereich des Gesundheitlichen Verbraucherschutzes Bundesinstitut für Risikobewertung, 2008
Mediation Bundesstrasse 10 Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, 2005
Kommunikationstraining für Mitarbeiter BKB GmbH, 2005
Nachhaltiges Wirtschaften – Broschüre BMBF, 2005
Kreisentwicklung Potsdam Mittelmark Landkreis Potsdam Mittelmark, 2004
Mitarbeiter Coaching zur Planung des Zwischenlagers am Kernkraftwerk Isar E.ON Kernkraft GmbH, Hannover, 2003
ITA ProZukunft: Neue Forschungsthemen der Innovations- und Technikanalyse, Moderierter Workshop Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2003
Bürgerdialog zur Planung des Zwischenlagers am Kernkraftwerk Unterweser E.ON Kernkraft GmbH, 2002