
Die Prognos AG verfügt im Beratungsfeld Gesundheits- & Pflegemarkt über umfangreiche Beratungserfahrung aus zahlreichen renommierten und weitreichenden Projekten in den letzten fünf Jahren, die im Auftrag von Krankenkassen, Bund, Leistungsanbietern, Verbänden und Stiftungen durchgeführt wurden.
Beispiele für unsere Tätigkeit sind:
- Priorisierung der gesundheitlichen und zugleich versorgungsrelevanten Themenfelder in Nordrhein-Westfalen,
im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalens (MGEPA), Strategiezentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen, 2010-2011.
Die gesundheitliche Situation der Bevölkerung Nordrhein-Westfalens wird sich in den kommenden Jahrzehnten insbesondere infolge des demografischen Wandels erheblich verändern. Angesichts dieser Entwicklungen kommt der gesundheitlichen Versorgungsforschung eine besondere Bedeutung zu. Auf der Grundlage einer umfassenden Beschreibung der gesundheitlichen Lage und Versorgungssituation der Bevölkerung Nordrhein-Westfalens werden Prognosen für die verschiedenen Bereiche von Gesundheit und Versorgung bis zum Jahr 2025 vorgenommen. Diese werden sowohl demografische als auch strukturelle Entwicklungen berücksichtigen. Ein wichtiger Baustein, stellt dabei die Prognose der Fachkräftenachfrage und des –angebots dar. Im Auftrag des Strategiezentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen entwickeln die Prognos und ihre Kooperationspartner WIAD e.V. und Busse & Meissen unter Berücksichtigung medizinischer, sozialer, ethischer, rechtlicher, psychologischer und gesundheitswirtschaftlicher Kriterien ein Bewertungsinstrument, dass es erlaubt, Prioritäten für Themenfelder zu formulieren, denen sich die Versorgungsforschung in Nordrhein-Westfalen in den nächsten Jahren widmen muss. Die Bestandsaufnahme und Prognosen bilden dafür die Grundlage.
- Durchführung der Evaluation von strukturierten Behandlungsprogrammen (DMP) bei Diabetes mellitus Typ 2, Brustkrebs und Koronarer Herzkrankheit (in Kooperation mit Infas und WIAD),
im Auftrag des AOK Bundesverband, Bundesknappschaft, See-Krankenkasse, Bonn/Essen/Hamburg, seit 2006.
Die Evaluation verfolgt als Zielsetzung die Darstellung von Qualitätsverbesserungen der Programme, das Aufzeigen von als notwendig identifizierten Modifikationen der Programme, die Beratung der Krankenkassen inkl. der Ausarbeitung von Handlungsoptionen sowie die Analyse der Einflussgrößen von Erfolg und Misserfolg der einzelnen Programme u.a. auch als Entscheidungsgrundlage für deren Wiederzulassung nach drei Jahren. Inhaltlich hat die programmübergreifende Evaluation eine transparente einheitliche Mindestpräsentation, die Darstellung von Halbjahreskohorten von nach Krankheitsstadium stratifizierten Versicherten, die Risikoadjustierung anhand der Ergebnisse, eine indirekte Standardisierung sowie die Berücksichtigung von Mixed Models bzw. Multilevel Statistical Models zu gewährleisten. Die Evaluationsgemeinschaft verarbeitet dazu die Daten von rund 1 Mio. Versicherten die in den Programmen eingeschrieben sind und betrachtet den Verlauf der DMP-relevanten Daten zunächst über drei Jahre.
- Wissenschaftliche Begleitung der Hausarztmodelle der AOK in Mannheim und Freiburg,
für die AOK Baden-Württemberg, Stuttgart; AOK-Bundesverband, Bonn.
Die Modellvorhaben zur hausarztzentrierten Versorgung im Raum Mannheim und Freiburg werden von Prognos über einen Zeitraum von fünf Jahren begleitet und umfassend evaluiert. Gegenstand der wissenschaftlichen Begleitung sind die Strukturen und Prozesse in den Hausarztnetzen, Veränderungen der medizinischen Versorgungsprozesse und die Auswirkungen auf das Leistungs- und Kostengeschehen. Die wissenschaftliche Begleitung basiert auf einem Fall-Kontrollgruppendesign. Die Perspektive der Versicherten und Netzärzte wird über umfassende schriftliche Befragungen einbezogen. Zudem werden die Modellverantwortlichen in strukturierten Interviews im Modellverlauf über Strukturen, Prozesse und Zielerreichung befragt. Dokumentenanalysen geben diesbezüglich weitere Aufschlüsse.
- Konzeptstudie „Der Aufkauf von Arztpraxen als Instrument zum Abbau der regionalen Ungleichverteilung in der vertragsärztlichen Versorgung“,
im Auftrag des GKV-Spitzenverbands, Berlin, 2011.
In Deutschland wird trotz steigender Arztzahlen und einer im internationalen Vergleich hohen Arztdichte von einem Ärztemangel berichtet. Dieser scheinbare Widerspruch lässt sich damit erklären, dass die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte sich regional sehr ungleich verteilen. So sind laut dem GKV-Spitzenverband tatsächlich über 25.000 Ärztinnen und Ärzte in Deutschland in überversorgten Gebieten überzählig, und nur in einigen wenigen, meist ländlichen Regionen in ostdeutschen Bundesländern, bestehen Nachwuchssorgen.
- Einsparpotenziale im Südtiroler Gesundheitswesen,
im Auftrag des Wirtschaftsforschungsinstituts der Handelskammer Bozen, Südtirol, Italien, 2011.
Mit rund 1,3 Mrd. Euro werden über ein Viertel des Haushalts der autonomen Provinz Bozen-Südtirol für das Gesundheitswesen ausgeben. Südtirol weist damit im Vergleich zu Italien und vergleichbaren Regionen wie Trentino eine deutlich überdurchschnittliche Ausgabenbelastung auf.
Die Alterung der Bevölkerung, der medizinisch-technische Fortschritt sowie die höhere Anspruchshaltung an das Gesundheitswesen lassen auch in Zukunft überdurchschnittliche Steigerungsraten der Gesundheitsausgaben im Vergleich zur wirtschaftlichen Entwicklung erwarten. Um weiterhin eine hohe Qualität und gute Zugänglichkeit für alle Bürgerinnen und Bürger in Südtirol sicherzustellen, ist es notwendig, die Strukturen und Prozesse des Gesundheitswesens fortlaufend auf mögliche Einsparpotenziale zu untersuchen.
Ziel des Gutachtens ist es, mögliche Reformoptionen für Südtirol aufzuzeigen. Der Fokus liegt dabei auf Strategien zur Kontrolle der Ausgabenentwicklung im Gesundheitswesen, die international diskutiert und umgesetzt werden. Maßnahmen, die in erster Linie auf eine Verbesserung der Qualität der Versorgung zielen, sind dagegen nicht Bestandteil dieser Untersuchung.
Das Gutachten gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil wird das Südtiroler Gesundheitswesen kurz beschrieben. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Organisation und Finanzierung der medizinischen Versorgung. Im zweiten Teil werden anhand ausgewählter Statistiken wesentliche Probleme des Südtiroler Gesundheitswesens diskutiert. Schließlich werden im dritten Teil Wege aufgezeigt, wie den beschriebenen Problemen begegnet werden könnte.
- Pflegelandschaft 2020 – Wer pflegt meine Eltern?,
im Auftrag der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., 2010-2011.
Wie viele andere Märkte auch wird die Zukunft des Pflegemarktes in der Regel isoliert betrachtet. Nur so ist zu erklären, dass der Pflegemarkt als „Jobmotor“ bezeichnet wird. Fakt ist, dass die Zahl der Pflegebedürftigen von heute 2,25 Millionen auf 3 Millionen im Jahr 2020 steigen wird. Fakt ist auch, dass der Personalbedarf von heute 480 Tsd. Vollzeitäquivalenten auf rund 850 Tsd. steigt. Den Pflegemarkt jedoch als Jobmotor zu bezeichnen zeugt von Unkenntnis über den Pflegemarkt. Im Wettlauf um Fachkräfte hat die professionelle Pflege schlechte Voraussetzungen. Das Lohnniveau und die Arbeitsbedingungen sind schlecht. Die Prognos AG erarbeitet für die vbw ein strategisches Lösungskonzept, welches bisherige Vorschläge aufgreift (bspw. Aktivierung von Hartz IV, Zuwanderer, illegale Beschäftigung, bürgerschaftliches Engagement, Pflegezeit,…), kritisch bewertet und neue Wege aufzeigt, Fehlallokationen und Wachstumseinbußen zu vermeiden.
- Untersuchung aktueller Fragestellungen zur Finanzierung der GKV,
für die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V., 2010.
Die vbw beauftragte die Prognos AG vier Teilaspekte einer zukünftigen Finanzierungsstruktur in der GKV näher zu analysieren und deren Vor- und Nachteile aufzuzeigen. Die Fragen waren im Einzelnen:
- Wie wirken sich die derzeitigen Regelungen des Zusatzbeitrags im Vergleich zu einer einkommensunabhängigen Prämie auf den Krankenkassenwettbewerb aus?
- Wie unterscheiden sich die Belastungen der privaten Haushalte bei einem Zusatzbeitrag und einer einkommensunabhängigen Prämie?
- Wie wirkt sich eine Abschaffung der Familienmitversicherung auf die Belastung der privaten Haushalte im Fall einer einkommensunabhängigen Prämie aus?
- Wie hoch wären die Einnahmen in der GKV und wer würde belastet, wenn die Beitragsbemessungsgrenze an- bzw. ganz aufgehoben würde?
Die Fragen wurden mit Hilfe einer Mikrosimulationsrechnung auf Basis des SOEP beantwortet. Dabei standen die Effekte auf die GKV-Einnahmen und die Verteilungswirkungen nach sozio-demografischen Kriterien im Fokus der Auswertungen.
- Wissenschaftliche Begleitung des Hausarztmodells der AOK in Südbaden (öffentlich),
im Auftrag der AOK Baden-Württemberg, Stuttgart; AOK-Bundesverband, Berlin, in Arbeit 2005-2011.
Ähnlich wie das Modellvorhaben zur hausarztzentrierten Versorgung im Raum Mannheim, wird die Modellregion Freiburg von der Prognos AG über einen Zeitraum von fünf Jahren begleitet und umfassend evaluiert. Gegenstand der wissenschaftlichen Begleitung sind die Strukturen und Prozesse im Hausarztnetz, Veränderungen der medizinischen Versorgungsprozesse und die Auswirkungen auf das Leistungs- und Kostengeschehen. Die wissenschaftliche Begleitung basiert auf einem Fall-Kontrollgruppendesign. Die Perspektive der Versicherten und Netzärzte wird über umfassende schriftliche Befragungen einbezogen. Zudem werden die Modellverantwortlichen in strukturierten Interviews im Modellverlauf über Strukturen, Prozesse und Zielerreichung befragt. Dokumentenanalysen geben diesbezüglich weitere Aufschlüsse.
- Wissenschaftliche Begleitung des Modellvorhabens „AOK Bonustarif“,
im Auftrag des AOK-Bundesverband, in Arbeit, 2005-2012.
Mit in Kraft treten des GMG am 01.01.2004 bieten 13 AOKs ihren Mitgliedern den AOK-Bonustarif an. Das Tarifmodell stellt eine Kombination von drei gesetzlich vorgesehenen Optionen dar, Versicherte zu kosten- und gesundheitsbewussten Verhalten anzuregen.
Die Begleitforschung hat die Aufgabe zu überprüfen,
- welche Effekte der AOK-Bonustarif auf das Verhalten der Tarifwähler hat,
- ob und in welchem Ausmaß die Ziele erreicht werden, welche die AOKs mit dem Bonustarif verfolgen sowie
- ob und welche unbeabsichtigten Nebeneffekte auftreten.
Dazu analysiert die Prognos AG die Tarifinanspruchnahme und Finanzwirkungen, die Auswirkungen auf das Gesundheitsverhalten, die Inanspruchnahme des Tarifs und die Bewertung des Tarifs durch die Versicherten. Es werden GKV-Routinedaten und Daten aus dem begleitenden Tarifcontrolling ausgewertet. Ergänzend werden Versicherte aus drei AOKs schriftlich befragt.
- Wissenschaftliche Begleitung des Hausarztmodells der AOK in Mannheim (öffentlich),
im Auftrag der AOK Baden-Württemberg, Stuttgart; AOK-Bundesverband, Berlin, 2004-2010.
Das Modellvorhaben zur hausarztzentrierten Versorgung im Raum Mannheim wird von Prognos über einen Zeitraum von fünf Jahren begleitet und umfassend evaluiert. Gegenstand der wissenschaftlichen Begleitung sind die Strukturen und Prozesse im Hausarztnetz, Veränderungen der medizinischen Versorgungsprozesse und die Auswirkungen auf das Leistungs- und Kostengeschehen. Die wissenschaftliche Begleitung basiert auf einem Fall-Kontrollgruppendesign. Die Perspektive der Versicherten und Netzärzte wird über umfassende schriftliche Befragungen einbezogen. Zudem werden die Modellverantwortlichen in strukturierten Interviews im Modellverlauf über Strukturen, Prozesse und Zielerreichung befragt. Dokumentenanalysen geben diesbezüglich weitere Aufschlüsse.
- Studie zum Nutzen der medizinischen Rehabilitation für den Standort Deutschland,
für die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V., Berlin, 2009.
Die medizinische Rehabilitation stellt ein komplexes Teilsystem der Gesundheitsversorgung dar. Ihr Ziel ist es, nach akutmedizinischen Behandlungen, chronischen Krankheitsverläufen oder Behinderungen die Wiederherstellung der Gesundheit und damit die Wiedereingliederung in Beruf und Gesellschaft sicherzustellen. Die DEGEMED e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, das Verständnis in der Bevölkerung für den Nutzen einer adäquaten und effizienten medizinischen Rehabilitation zu stärken. Die zukünftige Entwicklung der Rehabilitation wird im Wesentlichen durch die demografische Entwicklung in Deutschland bestimmt sowie die Sicherung und Wiederherstellung der Gesundheit der Beschäftigten als zentraler Bestandteil, um die eigene aber auch gesamtökonomische Basis zu sichern. Ziel des Projektes ist es, die zentrale Stellung der medizinischen Rehabilitation für Unternehmen, Beschäftigte und Volkswirtschaft herauszuarbeiten und vor dem Hintergrund einer alternden und schrumpfenden Bevölkerung zu quantifizieren.