
Die Zukunft der sozialen Sicherung hängt wesentlich von der Anpassungs- und Innovationsfähigkeit ihrer Teilsysteme ab. Unsere Arbeit im Themenfeld „Soziale Sicherung“ fokussiert mit makroökonomischer Perspektive auf die Bereiche Alterssicherung, Gesundheit und Pflege.
In den letzten Jahren sind die sozialen Sicherungssysteme mehrfach reformiert worden. Der Reformprozess in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) kann trotz kleinerer Rückschritte grundsätzlich als erfolgreich betrachtet werden. Aktuell stellen daher die Weiterentwicklung der Rente mit 67 und die Vermeidung von Altersarmut die größten Aufgaben dar. In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der sozialen Pflegeversicherung (SPV) besteht hingegen Nachholbedarf. Trotz Gesundheitsfonds und Pflege-Weiterentwicklungsgesetz hat sich in GKV und SPV die fiskalische Situation nicht gebessert. Auch die aktuelle Gesundheitsreform bleibt deutlich hinter den Erwartungen und Notwendigkeiten zurück. Durch die absehbare sozio-demografische Entwicklung drohen weitere finanzielle Belastungen, die die langfristige Stabilität dieser Systeme gefährden. Dabei stellt auch der Fachkräftemangel neue Anforderungen an die Strukturen der sozialen Sicherung.