
Berlin, 25. Juni 2009
Christian Böllhoff, Geschäftsführer Prognos AG, hat heute die Studie "Energietrends 2020 für Haushalte" auf dem BDEW-Kongress in Berlin vorgestellt:
Der deutsche Energiemarkt wird schon in zehn Jahren voraussichtlich deutlich anders aussehen als heute. Haushaltskunden und Energieversorger müssen sich in Zukunft auf merkliche Veränderungen einstellen. Der Endenergieverbrauch der Haushalte wird bis zum Jahr 2020 um 13 Prozent zurückgehen. Der Stromverbrauch sinkt in diesem Zeitraum um etwa 10 Prozent, der Erdgasverbrauch um rund 14 Prozent. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch der Haushalte steigt demgegenüber auf 10 Prozent. Die direkten Emissionen von Kohlendioxid werden bei Privatkunden bis 2020 um rund 20 Prozent zurückgehen. Bis zum Jahr 2020 werden rund 30 Prozent der Neubauten mit einer elektrischen Wärmepumpe beheizt und rund 10 Prozent mit einer Gaswärmepumpe. Hauptgrund für diese Veränderungen des Energiemarkts der Haushaltskunden sind vor allem die politischen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Klimaschutz. Dies sind die wesentlichen Erkenntnisse der vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) beauftragten Studie Energietrends 2020 für Haushalte“, die vom Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos AG, Basel, ausgearbeitet wurde.
Die Trendstudie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Energieversorger insgesamt auf einen schrumpfenden Absatzmarkt einstellen müssen. Dies werde zurzeit noch nicht von allen Unternehmen gesehen. Wesentlicher Treiber für den Rückgang sei dabei die Verbesserung der Energieeffizienz. Zusätzliche Absatzfelder durch neue Energieanwendungen würden dies nicht kompensieren können. Das mögliche Geschäftsfeld Energieeffizienz werde den Markt zudem weiter verkleinern. Folge sei, dass der Markt stärker umkämpft werden wird. Die Energieversorger würden, so das Fazit des BDEW, flexibel mit höherer Kosteneffizienz und veränderten Marktstrategien reagieren sowie auch mit einer Anpassung der Beschaffungsstrategien (Energieerzeugung bzw. -einkauf).
Zur Methodik der Studie:
In der Trendstudie wurden alle relevanten politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen sowie technischen Entwicklungen und Anforderungen berücksichtigt. Die Studie beschränkt sich dabei auf den Energiemarkt der privaten Haushalte. Als Zieljahr wurde 2020 gewählt, um den unmittelbaren Handlungsbedarf aufzuzeigen.
Zunächst identifizierte Prognos gemeinsam mit dem BDEW die für die Privatkunden relevanten Trends und die für die Energieversorger besonders bedeutsamen Zielgrößen. Der Zusammenhang zwischen beiden Größen wurde mit Hilfe von Trend-Wirkungs-Analysen bestimmt. Danach führte Prognos eine Reihe von Interviews mit Energieexperten aus Wissenschaft und Behörden durch. Diese Interviews dienten im Wesentlichen der Verifizierung der in der Trend-Wirkungsanalyse gewonnenen Erkenntnisse.
Die Ergebnisse der Trend-Wirkungs-Analysen gingen anschließend mit zahlreichen weiteren Rahmendaten in das Prognosemodell der Prognos AG ein. Als Ergebnis steht eine detaillierte Aussage, wie sich Energieverbrauch und Absatz von Energieträgern an private Haushalte bis zum Jahr 2020 (und 2030) aus heutiger Sicht quantitativ entwickeln werden.
Auf der Basis der Resultate von Trend-Wirkungs-Analyse und quantitativer Prognose leitete Prognos für die Handlungsbereiche neue Marktfelder, Technologien und Kundenansprache ab, welche Erfolg versprechenden Optionen sich für die EVU angesichts der veränderten Umfeldbedingungen auf dem Privatkundenmarkt bieten.
Download: Vollständiger Begleittext zur Trendstudie
Download: Zusammenfassung der Ergebnisse der Trendstudie
Bestellmöglichkeit: Link zum BDEW
***
Medienkontakt:
Prognos AG, Büro Berlin
Birte Jessen
Leiterin Unternehmenskommunikation
Goethestraße 85
D-10623 Berlin
Tel.: +49 30 52 00 59-222
Fax: +49 30 52 00 59-201
Mobil: +49 160 88 290 84
E-Mail: birte.jessen(at)prognos(dot)com
Leiterin Unternehmenskommunikation
Prognos Berlin
Tel.: +49 30 52 00 59-222
Fax: +49 30 52 00 59-201
Mobil: + 49 160 88 290 84