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Prognos Globalisierungsreport 2009 vorgestellt

Muss Deutschland sein Geschäftsmodell überdenken? Ranking der 100 attraktivsten Auslandsmärkte.

Basel/Berlin, 12. Juni 2009
Die Basler Prognos AG analysiert im neuen Globalisierungsreport, ob Deutschlands hohe Exportneigung Zukunft hat und misst die Attraktivität der 100 größten Volkswirtschaften für deutsche Exporteure und Investoren. Das Ergebnis: Mittelfristig muss die Exportorientierung angepasst werden – Europa bleibt trotz der Krise der Markt mit der größten Substanz. 
 

 

Hohe Exportneigung wird für Deutschland in der Krise zur Belastung
Starker Export, schwache Binnennachfrage. Dieses Wachstumsmuster führt dazu, dass Deutschland so stark von der Krise betroffen ist wie kaum ein anderes Industrieland. „Zwar werden sich die Exporte wieder erholen und das „Geschäftsmodell Export“ muss nicht über Bord geworfen werden. Aber Unternehmen wie Politik müssen ihre Ausrichtung doch neu justieren, um die Verwundbarkeit für die Zukunft zu verringern“, sagt Christian Böllhoff, Geschäftsführer der Prognos AG.

 

Wahl des richtigen Auslandsmarktes wird noch wichtiger
„Unsere Hauptabnehmerländer in Europa sowie die Vereinigten Staaten werden mittelfristig mit geringeren Wachstumsraten leben müssen. Das drückt die Exportnachfrage aus diesen Ländern“, so Christian Böllhoff. Auch die Automobilindustrie wird in den kommenden Jahren weiterhin einem schwierigen Exportumfeld ausgesetzt sehen. „Ein erfolgreiches Auslandsengagement wird in Zukunft noch weniger ein Selbstläufer sein als heute“, stellt Dr. Michael Böhmer, Projektleiter der Studie, fest. „Wenn ein Unternehmen in den vergangenen Boomjahren mal auf den falschen Markt gesetzt hat, war das zu verkraften, heute kann es die Existenz gefährden.“

 

Der Prognos Freihandels- und Investitionsindex zeigt, dass Europa und die Vereinigten Staaten trotz der Krise weiterhin die größte Substanz für ein erfolgreiches Auslandsengagement aufweisen. „Das Problem in diesen Ländern ist die geringe Dynamik. Hier muss jedes Unternehmen selbst entscheiden: Brauche ich einen großen und verlässlichen oder einen dynamischen Markt, der oftmals größere Risiken birgt?“, erläutert Dr. Michael Böhmer. Neben den großen attraktiven Märkten gibt es Geheimtipps auf allen Kontinenten. „Es sind oftmals kleinere Länder, die hervorragende Bedingungen bieten. In Europa lohnt sich ein Blick nach Norden und wenn man sich in Ostasien engagieren möchte, muss es nicht immer China sein“, so Dr. Michael Böhmer.

Studienansatz/Methodik
Für die 100 größten Volkswirtschaften der Welt untersucht Prognos, wie lohnenswert dort ein Engagement ist. Mit Hilfe aussagekräftiger Indikatoren wird die Attraktivität dieser Märkte für deutsche Unternehmen gemessen – für Exporteure wie für Investoren. Die Auswahl der Indikatoren gewährleistet, dass alle wichtigen Parameter erfasst sind, neben ökonomischen Kriterien werden sowohl institutionelle als auch politisch-gesellschaftliche Charakteristika berücksichtigt. Damit zeichnet der Index ein umfassendes Bild des Export- und Investitionsklimas der einzelnen Länder.

 

Prognos Globalisierungsreport 2009 – Muss Deutschland sein Geschäftsmodell überdenken? Basel, Juni 2009, deutsch, rd. 70 Seiten 

Die Prognos Globalisierungsreports beleuchten mit jährlich wechselndem Themenschwerpunkt die zahlreichen Facetten der Globalisierung. Die Reports bewerten die jeweils aktuelle Diskussion, untermauern sie mit Fakten und ermöglichen ungewohnte Einblicke in dieses komplexe Thema.

 

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Medienkontakt:
Prognos AG, Büro Berlin
Birte Jessen
Leiterin Unternehmenskommunikation
Goethestraße 85
D-10623 Berlin
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Fax: +49 30 52 00 59-201
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E-Mail: birte.jessen(at)prognos(dot)com



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