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Regionen – Methodik und Indikatoren

Der Prognos Zukunftsatlas 2007 – Deutschlands Regionen im Zukunftswettbewerb ist die Aktualisierung des Zukunftsatlas 2004. Der Zukunftsatlas 2007 ermittelt anhand von 29 makro- und sozioökonomischen Indikatoren die Zukunftschancen aller 439 Kreise und Kreisfreien Städte in Deutschland. Die ausgewählten Indikatoren bilden abhängig von ihrer regionalen Ausprägung die Zukunftsfähigkeit in verschiedenen wirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutsamen Themenbereichen ab.

Dabei bildet der Zukunftsatlas Deutschlands Zukunftschancen flächendeckend auf der kleinsten gemeinsamen Aggregationsebene ab.

Methodisch ist unter dem Standortranking der Zukunftsfähigkeit ein Zukunftsindex (Gesamtindex) zu verstehen. Bei der Berechnung des Zukunftsindex wurde darauf geachtet, dass Größeneffekte relativiert wurden, so dass alle Standorte die „gleichen Chancen“ haben und „große“ Standorte durch Einbeziehung absoluter Daten (bspw. Einwohnerzahl) nicht bevorzugt werden. Die Zukunftsperspektiven von Regionen werden in Anlehnung an zahlreiche Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung insbesondere durch vier Determinantengruppen (Themenbereiche) bestimmt:

  • Demografie,
  • Arbeitsmarkt,
  • Wettbewerb & Innovation sowie
  • Wohlstand & Soziale Lage.

Mit Hilfe einer Korrelationsanalyse zahlreicher zur Auswahl stehender Indikatoren wird eine Reduzierung des Indikatorensets auf möglichst wenige aussagekräftige Standort- und Zukunftsindikatoren vorgenommen, damit trotz der komplexen Aufgabe, die Zukunftschancen zu analysieren und unter Wahrung zahlreicher inhaltlicher und thematischer Analysemöglichkeiten, die Übersichtlichkeit gewahrt bleibt.

Neben dieser thematischen Zuordnung der Indikatoren beschreiben die Indikatoren zwei unterschiedliche Dimensionen: Zum einen jene Daten, die den Status quo, also den „Ist-Zustand“, zum anderen solche Indikatoren, die die Dynamik, also die Veränderung im Zeitverlauf beschreiben.

Die Indikatoren, die auf Ist-Daten basieren, beschreiben die momentane Standortstärke einer Stadt bzw. eines Kreises. Diese Indikatoren werden zum Teilindex „Stärke“ zusammengefasst. Daneben werden die Indikatoren, die eine Veränderung bestimmter Daten im Zeitverlauf beschreiben, zum Teilindex „Dynamik“ zusammengefasst.

Nach Möglichkeit wird der gleiche Sachverhalt durch zwei Indikatoren in seinem aktuellen Zustand und seiner Entwicklungsdynamik der vergangenen Jahre erfasst. Beschränkungen in der Datenverfügbarkeit führen jedoch dazu, dass lediglich für 11 von 18 (Stärke-) Indikatoren auch die Dynamik analysiert werden konnte. Zum Zusammenhang zwischen dem Gesamtindex „Zukunftsranking“ und den beiden Teilindizes Stärke und Dynamik sowie den thematischen Indizes.


Das Indikatorenset des Zukunftsatlas 2007 ist gegenüber dem 2004er Atlas im Wesentlichen unverändert geblieben. Das heißt, es wurden sofern verfügbar, exakt die gleichen Daten erfasst. Diese wurden aktualisiert und somit die jüngsten verfügbaren Daten verwendet . Ein Indikator des Zukunftsatlas 2004 ist in der damaligen Form nicht mehr verfügbar. Dies ist der Indikator „Gestaltungsquote kommunaler Haushalte“ (Verhältnis von Schulden zu Steuereinnahmen inkl. ausgleichsorientierter Einnahmen). Im Zukunftsatlas 2007 wurde ersatzweise der Indikator „Kommunale Verschuldung“ (Relation Schulden der Gemeinden zu Steuereinnahmen) verwendet.


 

Leiterin Unternehmenskommunikation
Prognos Berlin
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