
Der diesjährige Zukunftsreport MODERNER STAAT 2011 widmet sich dem Thema Transparenz.
Das Thema wurde u. a. durch das vom Bundesministerium des Innern am 18. August 2010 vorgelegte Regierungsprogramm „Vernetzte und transparente Verwaltung“ und die Verankerung der Möglichkeit von Leistungsvergleichen im Grundgesetz (Einführung des Artikels 91d GG im Jahr 2009) vorangetrieben. Gleichzeitig tragen extern forcierte Entwicklungen zur aktuell hohen öffentlichen Aufmerksamkeit des Themas Transparenz bei: So haben z. B. die Enthüllungen der Plattform wikileaks, Stuttgart 21 oder auch der Volksentscheid in Berlin zur Offenlegung der Verträge zur Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe die Weichen für das Thema des Zukunftsreports MODERNER STAAT 2011 gestellt.
Das Kernstück des Zukunftsreports MODERNER STAAT 2011 bildet eine Befragung von Verwaltungsakteuren und Bürgern zu Entwicklungen dieser verschiedenen Aspekte von Transparenz bis zum Jahr 2020. Die Befragungsergebnisse werden dabei ergänzt um Ergebnisse von Literaturrecherchen und Fachgesprächen und durch zukunftsweisende, bereits heute existierende Best-Practice-Beispiele untermauert.
Wie in den vergangenen Jahren wird an dieser Stelle auch das diesjährige Partnerland der Messe MODERNER STAAT, Österreich, vorgestellt. Neben den Treibern für Transparenz, deren Chancen und Grenzen wird der Frage nachgegangen, wie Transparenz erreicht werden kann: nämlich u. a. durch das Verfügbarmachen von Daten („Open Data“) und – noch weitgehender – durch eine allgemeine Öffnung des Staates gegenüber Bürgern, Wirtschaft und Wissenschaft („Open Government“). Dabei spielen die Werkzeuge des Web 2.0 und damit u. a. auch E-Government eine wichtige Rolle. Die hier zu erwartenden Entwicklungen und sich daraus ergebenden Herausforderungen werden ebenso skizziert wie die zu erwartenden Entwicklungen von Instrumenten wie Doppik und Leistungsvergleichen, die potentiell auch zur Herstellung von Transparenz beitragen können.
Transparenz ist nur dann sinnvoll und durchsetzbar, wenn die Idee einer Fehlerkultur und die Möglichkeit des Lernens aus den Erkenntnissen, die transparentes Handeln liefern, existieren. Deshalb widmet sich der Report zum Abschluss dem Thema Kulturwandel in Verwaltungen – als Bedingung, aber auch als Folge von Transparenz.