
Berlin, 15. Juli 2010
Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) unterstützt Hochschulen darin,
Strategien eines diskriminierungsfreien Umgangs im Hochschulbereich zu etablieren. Das jetzt gestartete Modellprojekt „"Diskriminierungsfreie Hochschule. Mit Vielfalt Wissen schaffen" untersucht, wie Studium, Forschung und Lehre, aber auch der nichtwissenschaftliche Bereich diskriminierungsfrei gestaltet werden können. Kernstück ist die Entwicklung eines Indikatorensystems, um Benachteiligungen etwa beim Zugang zum Studium, bei der Zusammensetzung von Hochschulgremien oder bei Stellenbesetzungen feststellen zu können. Ergebnis soll bis Ende 2011 ein Praxishandbuch sein, das Hochschulen hilft, Benachteiligungen aufgrund von Alter, Behinderung, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung und sexueller Identität zu erkennen und zu vermeiden.
An dem Projekt beteiligen sich zehn Hochschulen aus west- und ostdeutschen
Bundesländern: die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, die
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, die Brandenburgische Technische
Universität Cottbus, die Universität Duisburg-Essen, die Fachhochschule Erfurt, die
Universität Hamburg, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Universität zu
Köln, die Hochschule Mannheim und die Technische Universität München. Diese
Hochschulen haben bereits vielfältige Maßnahmen zum Thema Diversity eingeführt. Ideen und Know-how können nun hochschulübergreifend gebündelt, systematisiert und - unter Hinzuziehung internationaler Erfahrungen - weiterentwickelt werden. Mit der Durchführung hat die ADS die Prognos AG beauftragt.
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Internet: www.antidiskriminierungsstelle.de
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