
Deutschland muss sich nach Überwindung der Krise langfristig an deutlich niedrigere Wachstumsraten gewöhnen. Bis zum Jahr 2035 wird das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands nur um durchschnittlich 1,0 Prozent pro Jahr wachsen. Bei rückläufiger Bevölkerungszahl entspricht dies einem Pro-Kopf-Wachstum von 1,2 Prozent. Dies ist ein zentrales Ergebnis des neuen Prognos Deutschland Reports, den das Basler Forschungsinstitut am Freitag, 2. Juli 2010, in Berlin vorstellt. „Bei den eingetrübten Wachstumsaussichten stellen die mittelfristigen Folgen der Krise nur einen Faktor dar. Langfristig bremst vor allem die ungünstige demografische Entwicklung das Wirtschaftswachstum“, stellt Prognos Geschäftsführer Christian Böllhoff fest.
Die Schweizer Forscher betonen, dass die niedrige Wachstumsrate keineswegs auf pessimistischen Annahmen fußt. „Investitionen und technischer Fortschritt werden sich nicht ungünstiger entwickeln als in der Vergangenheit“, so Christian Böllhoff. Voraussetzung für das prognostizierte Wachstum ist eine deutlich ansteigende Erwerbsbeteiligung. Nur wenn sich insbesondere Menschen älter als 60 Jahre sowie Frauen in allen Altersklassen deutlich stärker als heute am Erwerbsleben beteiligen, kann der demografisch bedingte Rückgang des gesamtwirtschaftlichen Arbeitsumfangs zunächst kompensiert werden.
Am Freitag, den 2. Juli 2010 um 10:00 Uhr stellen die Prognos-Experten Christian Böllhoff und Dr. Michael Böhmer die Ergebnisse des neuen Reports im Auditorium Friedrichstraße in Berlin vor, im Anschluss/ab 12:30 Uhr besteht die Möglichkeit, vertiefende Fragen an die Autoren der Studie im Rahmen eines Hintergrundgesprächs zu stellen.
Infos zur Veranstaltung und Anmeldung:
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Prognos Deutschland Report 2035, Basel 2010, 2 Bände im Schuber, rund 600 Seiten inkl. CD-ROM, EUR 4.900,-
Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit: http://www.prognos.com/Deutschland-Report.172.0.html
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