
9,6 Mio. Arbeitsplätze hängen vom Export ab, davon mehr als 50 % im Dienstleistungssektor – Frankreich und Vereinigte Staaten sind wichtigste Partnerländer
Basel/Berlin, 16. Dezember 2011
Prognos Globalisierungsreport 2011 – Welche Arbeitsplätze hängen von welchen Ländern ab? Aktualisiertes Ranking der attraktivsten Auslandsmärkte für deutsche Unternehmen. Mit dem aktualisierten Prognos Freihandels- und Investitionsindex wird zudem die Attraktivität der 100 größten Volkswirtschaften für deutsche Exporteure und Investoren gemessen.
9,6 Mio. Arbeitsplätze in Deutschland hängen vom Export ab
„Dass die Exporte besonders wichtig sind für die Beschäftigung in Deutschland, ist nicht neu. Bislang war man jedoch davon ausgegangen, dass diese Arbeitsplätze vor allem in der Industrie zu finden sind. Berücksichtigt man hingegen die Dienstleistungen, die als Vorleistungen in den exportierten Industrieprodukten enthalten sind, dreht sich das Bild um“, sagt Christian Böllhoff, Geschäftsführer der Prognos AG. Rechnet man alle direkten und indirekten Arbeitsplatzeffekte zusammen, so sind in Deutschland 5 Mio. Beschäftigungsverhältnisse im Dienstleistungssektor und 4,4 Mio. in der Industrie vom Export abhängig. „Diese Analyse enthält durchaus Botschaften für die Wirtschaftspolitik“, so Michael Böhmer, Projektleiter der Studie. „Wenn sich die Exportentwicklung in den kommenden Jahren wieder abschwächt, sollte die Politik nicht nur auf die Arbeitsplätze in den klassischen Exportbranchen des Verarbeitenden Gewerbes schauen. Gerade im Bereich der Unternehmensnahen Dienstleistungen hängen besonders viele Arbeitsplätze indirekt vom Exporterfolg ab. Dies ist nur nicht auf den ersten Blick sichtbar.“ Die Analysen zeigen beispielsweise, dass in der Branche Unternehmensnahe Dienstleistungen 1,8 Mio. Arbeitsplätze vom Export abhängen, im Fahrzeugbau und im Maschinenbau sind es 490.000 bzw. 730.000 Beschäftigungsverhältnisse.
Attraktivste Auslandsmärkte 2011/2012
Im zweiten Teil des Globalisierungsreports steht der aktualisierte Prognos Freihandels- und Investitionsindex im Mittelpunkt. Hier zeigt die Staatsschuldenkrise in Europa deutliche Spuren. Gerade Griechenland gehört aktuell nicht mehr zur oberen Hälfte der attraktiven Märkte für deutsche Unternehmen (Rang 60). Auch die übrigen Länder des Euro-Raums, die sich in akuten Schwierigkeiten befinden, haben an Boden verloren. „Wir beobachten in diesem Jahr eine neue Entwicklung.“, so die Experten. „Während Europa in den vergangenen Jahren schon stets wenig dynamische, aber verlässliche Märkte gewesen waren, haben sich die Risiken in einigen Ländern in jüngster Zeit erhöht“. Demgegenüber ist in China seit einiger Zeit eine deutliche Verbesserung in den institutionellen Rahmenbedingungen zu beobachten. Diese sind maßgeblich dafür, dass ein Auslandsengagement kalkulierbar ist. „Dies ist für den Erfolg eines Engagements oftmals von größerer Bedeutung als allein die Dynamik des Marktes“, so Christian Böllhoff.
Prognos Globalisierungsreport 2011 –
Welche Arbeitsplätze in Deutschland hängen von welchen Ländern ab?
Basel, Dezember 2011, deutsch, rd. 70 Seiten
Download: Globalisierungsreport 2011 (PDF, 3 MB)
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Die Prognos Globalisierungsreports beleuchten mit jährlich wechselndem Themenschwerpunkt die zahlreichen Facetten der Globalisierung. Die Reports bewerten die jeweils aktuelle Diskussion, untermauern sie mit Fakten und ermöglichen ungewohnte Einblicke in dieses komplexe Thema.
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