Back to the project overview

Fahrzeugbau in Oberbayern

Client

IHK Oberbayern

Year

2019

Der Fahrzeugbau ist die mit Abstand wichtigste Industriebranche in Oberbayern und hat sich in den vergangenen Jahren sehr dynamisch entwickelt – das ist ein Ergebnis der Branchenstudie für die IHK München und Oberbayern. Allein zwischen 2000 und 2017 nahm die Beschäftigtenzahl um knapp ein Viertel zu. Mittlerweile arbeiten über 100.000 Menschen direkt in diesem Wirtschaftszweig.

Im internationalen Vergleich ist der oberbayerische Fahrzeugbau ausgesprochen wettbewerbsfähig: Rund drei Viertel des gesamten Umsatzes werden im Ausland erwirtschaftet. Auch künftig erwarten die Unternehmen die größten Wachstumspotenziale im Ausland.

Der Fahrzeugbau ist darüber hinaus ein Treiber für Forschung und Innovation. Bayernweit entfallen über ein Drittel der privatwirtschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf den Wirtschaftszweig. Die Unternehmen kooperieren dabei eng mit den Hochschulen und den öffentlichen Forschungseinrichtungen.
Auch in den vorgelagerten Branchen sorgt der Fahrzeugbau für Wertschöpfung und Beschäftigung. Eine Input-Output-Analyse macht sichtbar, aus welchen Branchen in hohem Umfang Vorleistungen bezogen werden: Besonders viel liefern die Wirtschaftszweige Metallerzeugnisse, Metallerzeugung und der Bereich Gummi und Kunststoffe.

Trotz des heutigen Erfolgs steht die Branche vor enormen Herausforderungen.

Oberbayrische Unternehmen stehen bei Verbrennungsmotoren im internationalen Vergleich zwar an der technologischen Spitze. Doch alternative Antriebstechnologien – insbesondere der batterieelektrische Antrieb – gewinnen an Marktanteilen, während vor allem der für die heimischen Anbieter sehr wichtige Dieselantrieb deutlich an Ansehen und Marktanteilen einbüßt. Insbesondere die Nutzfahrzeughersteller stehen vor der Herausforderung, die kontinuierlich strenger werden-den regulatorischen Vorschriften im Hinblick auf Umweltschutz und Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Des Weiteren ebnet der digitale Wandel neuen Technologien und Geschäftsmodellen den Weg. Beim autonomen Fahren stehen die Fahrzeughersteller nicht nur untereinander im Wettbewerb. Auch branchenfremde Player, etwa Mobilitätsplattformen wie Uber, könnten sich perspektivisch zu ernsthaften Wettbewerbern entwickeln.

Direkt zur Studie (PDF, ihk-muenchen.de)

Autor:

Johann Weiß

Do you have questions?

Your contact at Prognos

Johann Weiß

Projektleiter

View profile

Our work on this topic

Take a look at our latest projects and activities.

Mann im Lager, der am Telefon ist und auf einen Computer schaut

Cluster Initiatives Follow-up

2021
| Project

For the European Commission, we evaluated the impact of the EU cluster initiatives

Containerschiff fährt über den Ozean

Success model of the German economy put to the test

2021
| Project

The globalisation dynamic is stagnating worldwide. In a study, Prognos develops new growth strategies for the export-oriented German economy.

Ein Mann öffnet sein Geschäft. Auf einem grünen Schild steht "Geöffnet"

Economic development in Germany and Bavaria until 2040

2021
| Project

Bavaria and Germany can make up for the GDP slump caused by Corona by 2022. Prognos prepared a forecast on economic dynamics until 2040 for the vbw.

Eine Ingenieurin und ein Ingenieur arbeiten gemeinsam an einem Laptop.

Evaluation of the cluster initiatives

2021
| Project

For the EU Commission, we evaluate the EU cluster programmes together with CSES and IDEA Consulting Group.

großes Frachtschiff mit Containern beladen fährt an einem Hafen und Hochhäusern dahinter vorbei

Prognos Economic Outlook® (PEO®)

2021
| Project

In uncertain times, there is a growing demand for orientation. PEO® delivers independent figures. Based on our economic models we project the coming 25 years.

Personen fahren auf Rolltreppen hoch und runter

Germany's Global Value-Adding Network

2020
| Project

Prognos analysed the value-added interdependencies of the German economy in the years 2000, 2008, and 2014.

Personen fahren auf Rolltreppen hoch und runter

“No-deal Brexit” no disaster for the German economy

2019
| Project

Scenario analysis: The German economy need no longer fear a no-deal Brexit.

Blick aus dem Innenhof in den blauen Himmel

Main Determinants of Regional Economic Resilience

2019
| Project

What was the impact of the great recession on EU regions? Prognos Consultant Neysan Khabirpour contributed to a recent European Commission Working Paper.

zwei LKWs und ein Auto fahren auf einer Autobahn

Globalization of the german automotive industry

2019
| Project

A policy brief for the Bertelsmann Stiftung uses the example of the German automotive industry to show the extent to which other countries directly and indirectly contribute value added to the production of this industry.

Bühnenbild

Germany Report 2025|2035|2045

2018
| Project

Germany will become more global, more digital, greener and older in the next 30 years. This is shown by Prognos Deutschland Report from 2018/2019.

Über Prognos

Wir geben Orientierung.

Prognos ist eines der ältesten Wirtschaftsforschungsunternehmen Europas. An der Universität Basel gegründet, forschen Prognos-Expertinnen und -Experten seit 1959 für verschiedenste Auftraggeber aus dem öffentlichen und privaten Sektor – politisch unabhängig, wissenschaftlich fundiert.

Mehr erfahren