Prognos Logo Print
Detailansicht
Klimaschutzplan 2050 | Donnerstag, 08.11.2018

Positive Effekte durch Erreichung der Klimaschutzziele

Welche Folgen ergeben sich durch die Erreichung der Ziele des Klimaschutzplans 2050? Diese Frage hat Prognos unter Federführung des Öko-Instituts und weiteren Partnern untersucht.

© iStock - RicoK69

Die Erreichung der Sektorziele des Klimaschutzplans im Jahr 2030 hat positive Auswirkung für die deutsche Volkswirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Folgenabschätzung des Klimaschutzplans 2050“, mit der die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgewirkungen der Sektorziele für 2030 des Klimaschutzplans 2050 untersucht werden.

Wie im Klimaschutzplan 2050 vorgesehen, hat das Bundesumweltministerium die Sektorziele für die Minderung der Emissionen von Treibhausgasen 2030 einer Folgenabschätzung zu deren ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgewirkungen unterzogen.

Mit dem nun vorliegenden Gutachten wurden zwei möglich Pfade zur Erreichung der Klimaschutzziele 2030 untersucht und mit einer Referenzentwicklung verglichen. Beide Pfade legen die Grundlage zur Erreichung der langfristigen Zielsetzungen im Jahr 2050. Sie zeigen bestehende technologische Gestaltungsspielräume zwischen Energieeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energien auf. Zielpfad A ist auf eine effizienzorientierte Modernisierung der Wirtschaft in allen Sektoren ausgelegt während Zielpfad B aufgrund weniger ambitionierter Energieeffizienz zu einem höheren Bedarf an Strom aus erneuerbaren Energien und energetisch genutzter Biomasse führt.

Die Umsetzung beider Pfade ist im Vergleich zur Referenzentwicklung mit positiven volkswirtschaftlichen Effekten verbunden. Dabei zeigt sich deutlich, dass der auf Energieeffizienz fokussierte Zielpfad A kostengünstiger und volkswirtschaftlich vorteilhafter ist. Dies bringt positive Auswirkungen auf die Wertschöpfung ebenso wie auf das Bruttoinlandsprodukt und die Beschäftigung mit sich.
Die Untersuchung zeigt aber auch, dass in beiden Zielpfaden in allen Sektoren zusätzliche Investitionen notwendig sind und bestehende Technologien zunehmend durch neue ersetzt werden. Als größte Herausforderungen wurden der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften, die Schaffung und Etablierung neuer Wertschöpfungsstrukturen, regionale Wandelprozesse etwa beim Kohleausstieg sowie soziale Aspekte identifiziert.

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, bedarf es eines verlässlichen Rahmens für eine klimafreundliche Gesellschaft und zusätzlicher gezielter politischer Anreize.

Das Konsortium

Das Forschungsvorhaben wurde von einem Konsortium unter der Federführung des Öko-Instituts und in Zusammenarbeit mit Fraunhofer ISI, Prognos, MFIVE, IREES und FIBL durchgeführt. Prognos bearbeitete die gebäuderelevanten Fragestellungen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutierten die Folgenabschätzung zudem entsprechend den Vorgaben des Klimaschutzplans mit Sozialpartnern aus Gewerkschaften, Verbänden, Fraktionen, Ministerien und den Bundesländern. 

undefinedZur Studie (Webseite BMU)

undefinedErklärfilm "Klimaschutzplan 2050" (YouTube)