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Zukunftsbranche | Freitag, 04.08.2017

Bayerische Umweltwirtschaft auf Wachstumskurs

Von Energieeffizienz bis hin zu Wasserwirtschaft: Die bayerische Umweltwirtschaft umfasst eine Vielzahl an Produkten und Dienstleistungen, die immer stärker nachgefragt werden. Das zeigt eine Prognos-Studie für das bayerische Wirtschaftsministerium.

Rauchende Schornsteine

©fotolia - Sven Petersen

Die bayerische Umweltwirtschaft wächst und hat großes Potenzial auf den internationalen Märkten.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Prognos AG im Auftrag des bayerischen Wirtschaftsministeriums. Die Analyse beleuchtet die Strukturen und Märkte des Sektors.

Die Prognos-Experten fanden heraus, dass sich die mittelständisch geprägte bayerische Umweltwirtschaft zu einer wichtigen Querschnittsbranche der bayerischen Wirtschaft entwickelt hat. Die rund 34.000 Unternehmen und 271.000 Beschäftigten – 4,7 Prozent aller Beschäftigten in Bayern – erzeugten im Jahr 2015 einen Umsatz in Höhe von 51,5 Milliarden Euro. Das entspricht rund 5,2 Prozent des Umsatzes der gesamten bayerischen Wirtschaft.

Ausländischer Markt gewinnt an Bedeutung

Leitmärkte der Branche sind: die Wasserwirtschaft, umweltfreundliche Energieerzeugung- und Speicherung, Kreislaufwirtschaft und Energieeffizienz, Rohstoff und Materialeffizienz sowie Schutztechnologien. Die bayerische Umweltwirtschaft weist zudem eine hohe Innovationskraft auf: Je nach Leitmarkt kamen 2014 zwischen 10 und 15 Prozent der weltweiten Patente aus Deutschland, davon stammten jeweils bis zu einem Drittel aus Bayern.

Für die bayerische wie für die deutsche Umweltwirtschaft insgesamt gewinnt vor allem der ausländische Markt an Bedeutung – und der wächst sehr schnell: 1995 lag der weltweite Umsatz noch bei 117 Milliarden US-Dollar. 2015 war er bereits auf 411 Milliarden US-Dollar gestiegen. Für 2025 wird sogar ein weltweiter Umsatz von rund 750 Milliarden US-Doller erwartet.

Potenzial in Indien und Südkorea

Der größte Absatzmarkt für bayerische Umweltgüter sind die Länder der Europäischen Union – mit einem Volumen in Höhe von 4,4 Milliarden Euro sind sie Empfänger von rund 52 Prozent der bayerischen Exporte der Querschnittsbranche. Darüber hinaus haben aber auch die USA (895 Millionen Euro) und China (787 Millionen Euro) an Bedeutung gewonnen. Weitere Potenziale für die bayerische Umweltwirtschaft sehen die Studienautoren unter anderem in Indien und Südkorea.

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