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Energie | Dienstag, 28.11.2017

Energieverbrauch in der Schweiz steigt leicht

Der Energieverbrauch der Schweizer ist im Jahr 2016 leicht angewachsen. Dennoch zeigen sich positive Auswirkungen des technischen Fortschritts und politischer Eingriffe. Das hat eine Prognos-Analyse für das Schweizerische Bundesamt für Energie ergeben.

Hochspannungsmast in Schweizer Valley

©iStock - mdashcroft

Der Energieverbrauch in der Schweiz hat seit der Jahrtausendwende leicht zugenommen. Gegenüber dem Jahr 2000 stieg der inländische Endenergieverbrauch im Jahr 2016 um 0,8 Prozent – von 762,8 Petajoule (PJ) auf 768,6 Petajoule.

Die Zunahme ist hauptsächlich auf den gestiegenen Verbrauch im Straßenverkehr und die Elektrogeräte zurückzuführen. Wichtiger Treiber waren dabei das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum, welche die Zahl der Motorfahrzeuge und den Gerätebestand stark erhöhten.  Politik und Technologieentwicklung sorgten dafür, dass der schweizerische Energieverbrauch in den vergangenen 15 Jahren nicht wesentlich stärker gestiegen ist.

Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche Untersuchung der Prognos AG im Auftrag des schweizerischen Bundesamts für Energie.

Politik und Technologie führten zu energetischen Verbesserungen

Hätten nur die Mengeneffekte wie Bevölkerung, Produktion oder Fahrleistung auf den Energieverbrauch gewirkt, so wäre er seit dem Jahr 2000 um 129 Petajoule gestiegen. Politische Maßnahmen und technische Entwicklungen konnten unter anderem die energetische Qualität von Gebäudehüllen, Anlagen, Fahrzeugen und Geräten deutlich verbessern und somit dem steigenden Verbrauch entgegenwirken (-117 PJ).

Ebenfalls dämpfend wirkte die Substitution von Heizölheizungen durch effizientere Heizungen sowie der Umstieg von Benzin- auf Diesel-Motoren bei den Pkw (-18 PJ). Dass der Energieverbrauch insgesamt trotzdem leicht zugenommen hat, ist auf die etwas kühlere Witterung im Jahr 2016 und den damit verbundenen Anstieg des Raumwärmebedarfs zurückzuführen.

In den Berechnungen wurden vier sektorale Energieverbrauchsmodelle genutzt: die Sektoren Private Haushalte und Industrie hat Prognos untersucht. Den Sektor Dienstleistungen bearbeitete TEP Energy GmbH und den Verkehrssektor die Infras AG. Die Zahlen ermittelt das Konsortium seit dem Jahr 2000 jährlich für das Schweizerische Bundesamt für Energie.

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