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Vortrag | Mittwoch, 16.05.2018

Wie das Altfahrzeug-Recycling verbessert werden kann

Wie viele Altfahrzeuge werden 2030 aus dem Pkw-Bestand ausscheiden? Und wie kann ihr Recycling verbessert werden? Das ist das Thema einer Studie für TSR und Scholz Recycling. Prognos-Experte Hans-Paul Kienzler präsentierte die Ergebnisse auf der IFAT.

© iStock - ChiccoDodiFC

Insgesamt 5,2 Millionen Tonnen Rohstoffe mit einem Gesamtwert von 3 Milliarden Euro werden im Jahr 2030 in deutschen Altfahrzeugen enthalten sein. Jedoch wird nur einer von vier Pkws zum Recycling im Inland verbleiben und von diesen lediglich 80% fachgerecht entsorgt werden – ein signifikanter volkswirtschaftlicher Schaden.

Das erläuterte Prognos-Experte Hans-Paul Kienzler am Montag, 14. Mai, bei einem Vortrag in München auf der IFAT – der Weltleitmesse für die Wasser-, Abwasser, Abfalls- und Rohstoffwirtschaft. Die Präsentation mit dem Titel „Möglichkeiten zur Verbesserung des Altfahrzeug-Recyclings“ basiert auf einer Studie, die Prognos in Zusammenarbeit mit INZIN – Institut für die Zukunft der Industriegesellschaft (Prof. Martin Faulstich) – im Auftrag von TSR und Scholz Recycling erstellt hat. Darin werden einerseits die Stoffströme für im Jahr 2030 ausscheidenden Altfahrzeuge quantifiziert. Andererseits analysieren die Autoren politische Rahmenbedingungen und skizzieren Möglichkeiten zur Verbesserung der Marktbedingungen.

Es zeigt sich: Als rohstoffarmes Land benötigt Deutschland eine Lösung zur Altauto-Verwertung mit Lenkungswirkung, die von allen Stakeholdern der Branche getragen wird. Darauf Bezug nehmend, schlägt Kienzler in seinem Vortrag die Gründung einer „Zentralen Organisationsstelle Autoverwertung“ vor. Sie soll die fachgerechte Altauto-Verwertung aus der Industrie heraus organisieren und dabei die Bürokratie entlasten, die Fahrzeugproduzenten einbinden, Verwerter beteiligen, Mittel im Sinne der Industrie verwalten und gleichzeitig den Aufbau staatlicher Bürokratie vermeiden.

Die Präsentation wurde im Rahmen des IFAT-Themen-Forums „Perspektiven der Industriegesellschaft“ unter der Leitung von Prof. Martin Faulstich gehalten. Prognos ist bei der Messe mit einem Stand vertreten. Dort wird auch die Prognos-Studie „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2018“ vorgestellt.

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