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Strukturwandel | Dienstag, 10.07.2018

Handlungsfelder für Braunkohleregionen

Wie gelingt der Strukturwandel in Braunkohlerevieren? Eine Prognos-Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt mögliche Ansätze und Instrumente auf.

© iStock - senorcampesino

Deutsche Braunkohleregionen sollten wesentlich stärker in ihre Innovationsfähigkeit investieren und Unternehmensgründungen fördern. Für einen erfolgreichen Strukturwandel sollten die Regionen eine wirtschaftliche Schwerpunktsetzung und eine klare Strategie verfolgen.

Dies sind einige der Ergebnisse einer Metastudie der Prognos AG im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Die Untersuchung bildet die Grundlage für die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ der Bundesregierung. Das Gremium soll gemäß dem Klimaschutzplan 2050 zur Unterstützung des Strukturwandels in den Braunkohlerevieren einen Instrumentenmix entwickeln, der wirtschaftliche Entwicklung, Strukturwandel, Sozialverträglichkeit und Klimaschutz zusammenbringt.

Die Metastudie teilt die Braunkohlegebiete geographisch in vier Reviere ein:

  • Lausitzer Revier: Landkreis Elbe-Elster, Landkreis Oberspreewald-Lausitz, Landkreis Spree-Neiße, Stadt Cottbus, Landkreis Dahme-Spreewald, Landkreis Bautzen, Landkreis Görlitz
  • Rheinisches Revier: Rhein-Kreis Neuss, Kreis Düren, Rhein-Erft-Kreis, Stadt Aachen, Kreis Heinsberg, Kreis Euskirchen und Stadt Mönchengladbach
  • Mitteldeutsches Revier: Kreis und Stadt Leipzig, Kreis Nordsachsen, Burgenlandkreis, Saalekreis, Stadt Halle, Kreis Mansfeld-Südharz, während des Projektverlaufs wurden der Landkreis Anhalt-Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) und der Landkreis Altenburger Land (Thüringen) ergänzt
  • Helmstedter Revier: Stadt Braunschweig, Landkreis Helmstedt, Landkreis Wolfenbüttel, Stadt Wolfsburg

Die Metastudie formuliert für jedes Revier wirtschaftliche Schwerpunkte für die Gestaltung der künftigen Wirtschaftsstruktur und definiert mögliche Handlungsfelder, Handlungsansätze und Erfolgskriterien. Dabei wurden die folgenden Instrumente betrachtet: Infrastruktur und Flächenbereitstellung, Innovationsfähigkeit, Gründungsförderung und Beschäftigung, Humankapital, Weiche Standortfaktoren und Daseinsvorsorge.

Methode

Es wurde eine umfangreiche Bestandserhebung von Quellen durchgeführt. Insgesamt wurden 77 Studien, Gutachten, Berichte, Strategiepapiere und Konzepte identifiziert. Außerdem wurden insgesamt 22 Fachgespräche geführt, an denen insgesamt 30 Experten teilgenommen haben.

Fachbeitrag indeland

Die ebenfalls neu erschienene Prognos-Untersuchung „Fachbeitrag indeland zur Neuaufstellung des Regionalplans Köln – Version 1.0“ befasst sich mit dem Wandel im indeland und den daraus resultierenden räumlichen Zielen vor dem Hintergrund der Beendigung des Braunkohleabbaus im Tagebau Inden (Rheinisches Revier) bis zum Jahr 2030.

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