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Automobilbranche der Zukunft | Dienstag, 09.04.2019

Ein Mix unterschiedlicher Trends wirkt auf den Markt

Welche Trends beeinflussen künftig den globalen Automotive-Markt? Eine neue Prognos-Studie im Auftrag von AutomotiveDIALOG, wvib Schwarzwald AG und dem Commercial Vehicle Cluster gibt Antworten.

© iStock.com - tzahiV

Die Studie zeigt, dass für die nächsten Jahre ein Geflecht aus mehreren Entwicklungen für den globalen Fahrzeugmarkt relevant sein werden, die sich zum Teil gegenseitig verstärken:
Das Gewicht der globalen Märkte verschiebt sich geografisch hin zu den "Schwellenmärkten". Bisher galt diese Aussage vor allem für die Nachfrageseite. Heute zeigt sich, dass auch der Einfluss auf der Angebotsseite durch Originalgerätehersteller in Ländern wie China, Indien, Bulgarien, Rumänien und der Türkei zunehmen wird.

Durch die zunehmenden Anstrengungen der Klimapolitik werden alternative Antriebe den konventionellen Verbrennungsmotor in den kommenden Jahrzehnten sukzessive verdrängen. Dies bedeutet für die etablierten Originalgerätehersteller einen gravierenden neuen Knowhow-Bedarf sowie neue Konkurrenz aus den heranwachsenden Schwellenmärkten.

Die Automatisierung und Vernetzung der Fahrzeuge wird die Gewichte innerhalb der Wert-schöpfung verschieben: Die Leistungsanteile des klassischen Fahrzeugbaus nehmen zugunsten von IT-Produkten und digitale Dienstleistungen ab.

Im Zuge der Digitalisierung der Gesellschaft könnten Fahrzeuge perspektivisch ihre Rolle als originäres Produkt für den Endkunden verlieren: Zum Teil werden sie vielmehr zu einem Mobilitätswerkzeug, das in Verkehrsdienstleistungen eingebunden ist (z.B. Car-Sharing).

In der Gesamtschau dieser Trends lässt sich erkennen, dass sich das Kerngeschäft der Origi-nalgerätehersteller deutlich verändern wird. Um marktfähig zu bleiben, müssen sie neue Technologien in ihr Kernprodukt integrieren und ihre Rolle am Mobilitätsmarkt neu interpretieren. Zulieferer müssen diesen Wandel ebenfalls vollziehen und ihre Bedeutung innerhalb der Wertschöpfung der Originalgerätehersteller behaupten, etwa durch entsprechendes Knowhow und ergänzende Dienstleistungen.

Die Studie ist am 9. April 2019 als Printausgabe erschienen und wurde von Prognos-Projektleiter Sven Altenburg vorgestellt.

Hinweis:

Bei Fragen rund um die Studie wenden Sie sich bitte an: AutomotiveDIALOG, wvib Schwarzwald AG und Commercial Vehicle Cluster