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Pflegequalität | Freitag, 03.05.2019

Qualitätssicherung in neuen Wohnformen

Viele Menschen können im Alter nicht mehr in den eigenen vier Wänden leben. Einige scheuen eine Unterbringung im Heim und wählen eine neue Wohnform. Wie kann deren Qualität gesichert werden? Eine neue Studie stellt ein Konzept sowie Instrumente vor.

© Fotolia.com - Robert Kneschke

In den vergangenen Jahren hat sich in Deutschland ein vielfältiges Spektrum an sogenannten neuen Wohnformen etabliert, in welchen Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarfen selbst- oder trägerorganisiert leben und versorgt werden. Zu solchen Wohnformen zählen beispielsweise ambulant betreute Wohngemeinschaften, Mehrgenerationenhäuser sowie Quartierskonzepte.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Verbreitung neuer Wohnformen hat der Gesetzgeber im Pflegestärkungsgesetz III die Entwicklung und Erprobung eines Konzepts sowie von Instrumenten zur internen und externen Qualitätssicherung und Qualitätsberichterstattung in neuen Wohnformen bestimmt. Gemeinsam mit der Universität Bremen und dem Kuratorium Deutsche Altershilfe wurde Prognos von der Selbstverwaltung mit der Umsetzung beauftragt. Für fünf Qualitätsmerkmale wurden Qualitätskriterien und indikatoren identifiziert, Anwendungsfelder geklärt, Qualitätssicherungsverfahren konkretisiert und Verantwortlichkeiten bestimmt. Abschließend wurde ein Konzept für die (bundeseinheitliche) Qualitätssicherung in neuen Wohnformen erarbeitet.

Hintergrund:

Die wachsende Zahl neuer Wohnformen für pflegebedürftige Menschen braucht speziell auf sie zugeschnittene Rahmenbedingungen. Derzeit werden jedoch ambulante Dienste, die in der Pflege der Bewohnerinnen und Bewohner solcher neuen Wohnformen tätig sind, nur im regulären Verfahren geprüft. Das Zusammenleben in diesen neuen Wohnformen bringt jedoch ein ganz eigenes Leistungsgeschehen mit sich, das in einem eigenen Konzept für die Qualitätssicherung abgebildet werden muss.

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