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Messeauftritt Logistik und Verkehr | Freitag, 07.06.2019

Auswirkungen des Online-Handels

Immer mehr Online-Handel führt zu deutlich mehr Lieferverkehr in Wohngebieten und Innenstädten. Auf der Transport Logistik Messe informierten die Prognos-Verkehrsexperten wie optimierte Logistik zur Lösung des Problems beiträgt.

© iStock - blurAZ

Die Prognos-Verkehrsexperten Hans-Paul Kienzler und Alexander Labinsky nahmen vom 4. bis 7. Juni 2019 an der „Transport Logistic“- Messe in München teil und haben Prognos am NRW-Gemeinschaftsstand vertreten.

Am 6. Juni hat Hans-Paul Kienzler, Leiter Mobilität & Transport, an einer Diskussionsrunde der Deutschen Verkehrszeitung teilgenommen. Er sprach zum Thema „Metropolitan logistic: Hat die letzte Stunde für die Letzte Meile geschlagen? Warum die Logistik ein Teil der Lösung für die Probleme unserer Städte ist“.

Gemeinsam mit KE Consultant und dem Institut für Landes- und Stadtentwicklung (ILS) hatte Prognos in einer Studie für das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) die Auswirkungen des gestiegenen Online-Handels untersucht. Denn immer mehr Menschen kaufen online und lassen sich Schuhe, Bücher oder Lebensmittel nach Hause bringen. Das führt zu deutlich mehr Lieferverkehr in Wohngebieten und Innenstädten.
Durch den ansteigenden Lieferverkehr steigen die Konfliktpotentiale im Hinblick auf Infrastruk-turauslastung, Verkehrsbehinderungen und Unfallrisiken.

Bezüglich der logistischen Herausforderungen bietet die gemeinsam durchgeführte Studie eine Reihe von Handlungsempfehlungen für die Politik, unter anderem:

  • Kommunen können die Transportbranche bei der Elektrifizierung ihrer Flotte unterstützen. Dies kann durch Sonderrechte wie eigene Spuren oder Ladezonen geschehen.
  • City-Logistik-Konzepte können dabei helfen, die stark zersplitterten Lieferverkehre sinnvoll zu bündeln.
  • Pick-up-Points bündeln die Lieferungen an Endkunden auf gezielt eingerichtete Übergabepunkte. Dadurch können Wohngebiete in der Fläche entlastet werden. Gleichzeitig können aber erhebliche neue Abholverkehre im Umfeld der Pick-up-Points entstehen.
  • Alternative Fahrzeugkonzepte wie Lastenräder oder Drohnen weisen weniger Verkehrsbehinderungen und Platzbedarf auf als konventionelle Lkw. Diese Konzepte sind aber auf Reorganisationen im Lieferprozess und kundennahe Lagerflächen („Mikro-Hubs“) angewiesen, die gerade in Kernstädten Mangelware sind.

Zur Messe:
Die „Transport Logistic“ ist die weltweite Leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management und fand in diesem Jahr vom 4. bis 7. Juni auf dem Messegelände in München statt. Alle zwei Jahre trifft sich die globale Branche auf der führenden Plattform. Mehr als 2500 Aussteller aus diversen Ländern und Regionen sind hier vertreten. Neben zahlreichen Ständen bietet die Messe ein hochwertiges Konferenzprogramm mit Experten verschiedener Unternehmen.
 
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