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Foresight-Prozess des BMBF | Donnerstag, 05.09.2019

Orientierung für die Welt von morgen

Prognos stellt in den nächsten 3 Jahren das Zukunftsbüro des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das Büro untersucht im Rahmen des BMBF-Prozesses Foresight III, wie sich Gesellschaft und Technologien in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren entwickeln.

© iStock - yipengge

Welche technologischen Entwicklungen werden in den nächsten Jahren Realität? Welche Chancen und welche Risken sind damit verbunden? Die Aufgabe des Zukunftsbüros ist es, mit wissenschaftlichen Methoden neue Themen, gesellschaftliche oder technologische Konfliktlinien und Zukunftstrends zu identifizieren. Hierzu werden Themen „gescannt“ und in separaten Studien anhand vertiefender Fragestellungen weiter untersucht. Projektpartner von Prognos ist Z_punkt.

Trends und Themen der Zukunft entdecken

Durch intensive Recherchen und Analysen erfasst das Zukunftsbüro systematisch, was die Menschen bewegt, welche Themen sie in welchen Medien diskutieren und welche Technologien in der Entwicklung sind. Dahinter steckt viel Detailarbeit, die u.a. mithilfe von Szenarientechnik und Delphis erledigt wird. Das Zukunftsbüro scannt und analysiert eine Vielzahl von Quellen, wie zum Beispiel:

  • Hunderte Newsletter, Blogs und Social-Media-Kanäle
  • Bestsellerlisten, Podcasts, TED-Talks
  • Trends und gesellschaftliche Themen in Kunst, Kultur undDesign;
  • Die Veröffentlichungen von forschungsstärksten Hochschulen und Unternehmen;
  • Trends und Themen von Start-up-Gründungen und Patentanmeldungen.


Zusätzlich führt das Zukunftsbüro unter Beteiligung verschiedener Zielgruppen Workshops durch. Dabei sind u.a. Jugendliche, Science-Fiction-Autorinnen und Autoren sowie Technikexpertinnen und -experten aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Parallel zum Themen-Scanning wird eine erste Vertiefungsstudie zur Entwicklung der Werte in Deutschland durchgeführt. Diese hat einen prospektiven Charakter und soll Einflussfaktoren und Entwicklungstendenzen der Wertelandschaft in Deutschland erfassen. Zukünftige Analysen von technologischen, ökonomischen, kulturellen oder politischen Trends können somit stets in einen größeren Zusammenhang möglicher Zukünfte gestellt werden. Im Rahmen der Wertestudie werden unterschiedliche Szenarien entwickelt, an denen sich weitere Erkenntnisse des dreijährigen Vorausschau-Prozesses immer wieder spiegeln lassen und in die vertiefende Betrachtung weiterer Themen einfließen sowie als Bewertungsstütze dienen.

In Anbetracht der großen Bedeutung von gesellschaftlichen Werten für das Handeln und Zusammenleben von Menschen zeigt die Wertedebatte eine Vielzahl an Facetten: Es ist die Rede von „europäischen Werten“, „deutschen Werten“, „kulturellen Werte“ oder „christlichen Werten“. Als „Vorstellungen des Wünschenswerten“, sind Werte normative Fixpunkte und besitzen auf individueller Ebene eine sinnstiftende Komponente. Sie unterscheiden sich von Einstellungen dadurch, dass sie stabiler und langfristiger angelegt sind. Ihre vordergründige Stabilität bedeutet aber nicht, dass sie sich nicht verändern. Im Gegenteil: Auch wenn Werte an sich die gleichen zu bleiben scheinen, können sie doch inhaltlich immer wieder neu aufgeladen werden.

Vor diesem Hintergrund lauten die vorrangigen Leitfragen der Wertestudien:

  • „Welche Werte werden für die Menschen angesichts der gesellschaftlichen und technologischenEntwicklungen in der nächsten Generation sinnstiftend sein? Woraus werden die Werte – vor dem Hintergrund zukünftiger Entwicklungen – abgeleitet?
  • Wie wird sich die Vermittlung von Werten künftig verändern? Wer oder was wird in ZukunftWerte weitergeben?“

Hintergrund: Der Foresight-Prozess

Der Foresight-Prozess ist ein Instrument der strategischen Vorausschau, das für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Orientierungshilfe bietet. Foresight startet 2019 in seinen dritten Zyklus.
Prognos betreut das Zukunftsbüro im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung  zusammen mit dem Projektpartner Z_punkt. Für den Foresight-Prozess hat das BMBF zudem einen Zukunftskreis berufen, der sich aus Foresight-Expertinnen und -Experten und ausgewiesenen Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammensetzt. Aufgabe des Zukunftskreises ist es, Themenvorschläge zu initiieren, darauf aufsetzende vertiefende Foresight-Aktivitäten zu begleiten und die Ergebnisse zu vertreten. Das Zukunftsbüro unterstützt diesen Prozess und fungiert als  mpulsgeber sowie Foresight-Akteur, u.a. indem es die oben skizzierten Maßnahmen wie Themenscannings, Vertiefungsstudien und Workshops durchführt.

Eröffnungsveranstaltung des Futuriums

Am 7. und 8. September 2019 findet die öffentlich zugängliche Eröffnungsveranstaltung des Futuriums in Berlin statt. Das Futurium ist ein Haus der Zukünfte, in dem sich alles um die Frage dreht „Wie wollen wir leben“? Auf sogenannten Zukunftsinseln haben die Gäste der Eröffnungsveranstaltung die Möglichkeit, sich über aktuelle Forschung zu informieren. Gemeinsam mit dem Kooperationspartner Z_punkt stellen Cordula Klaus und Michael Astor von der Prognos AG die Arbeit des Zukunftsbüros des Foresight-Prozesses III des BMBFs vor.

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