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Genehmigungspraxis entscheidend | Freitag, 25.10.2019

Szenarien zur Zukunft der Onshore-Windindustrie

Prognos hat im Auftrag von GE Deutschland und dem VDMA drei Szenarien zum künftigen Ausbau von Windparks auf dem Land erstellt. Was ist zu tun, damit die Erfolgsstory der vergangenen Jahre für die Branche anhält?

© Fotolia - Massimo Cavallo

Die Ergebnisse der Studie „Beschäftigung und Wertschöpfung in der deutschen Onshore-Windindustrie“ veranschaulichen den Zusammenhang zwischen dem Zubau an Onshore-Windkraftanlagen und der Entwicklung von Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland. Durch die hohe Zubaudynamik in den vergangenen Jahren fand die Querschnittsbranche sehr attraktive Rahmenbedingungen vor, und Unternehmen aus dem In- und Ausland bauten ihre Produktionskapazitäten deutlich aus. In der jüngeren Vergangenheit haben sich die Rahmenbedingungen deutlich verändert. Insbesondere die veränderte Genehmigungspraxis neuer Anlagen bremst derzeit den Ausbau. Häufig verzögern Klageverfahren die Genehmigungs- und Inbetriebnahmephase neuer Anlagen und erhöhen damit Dauer und Kosten der Projektrealisierung. Im Ergebnis geht der Zubau der Windenergie an Land seit 2018 sehr stark zurück.

Am 25. Oktober stellte Prognos-Chief-Economist Dr. Michael Böhmer im Rahmen eines Parlamentarischen Frühstücks sowie einer Pressekonferenz die Ergebnisse der Prognos-Studie vor.

Die Szenarien stellen dar, dass auch zukünftig die Zubaudynamik in Deutschland maßgeblich die Entwicklung von Beschäftigung und Wertschöpfung der Branche bestimmt. Falls der Zubau auf einem anhaltend niedrigen Niveau verbleibt, werden 2030 wesentlich weniger Menschen mit Projektplanung und Forschung, Herstellung, Montage und dem Betrieb von Windkraftanlagen beschäftigt sein als heute. Über Jahre in der Querschnittsbranche gewachsene Produktions- und Wertschöpfungsstrukturen sind gefährdet und gewonnenes Know-how würde entwertet. Ein dynamischer Ausbau der Onshore-Windkraft würde ein deutlich besseres Geschäftsumfeld für die Unternehmen der Branche bedeuten. In diesem Fall läge auch die Zahl der Erwerbstätigen hier spürbar höher. Im Szenario mit einem Erneuerbare-Energien-Anteil an der Stromerzeugung von 65 %, übertrifft 2030 die Zahl der Erwerbstätigen das heutige Niveau und annähernd 10.000 Personen.

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