Prognos Logo Print
Detailansicht
Steuersimulationsmodell | Freitag, 15.11.2019

(Teil-)Abschaffung des Solidaritätszuschlags

Der Bundestag hat am 14. November 2019 die (Teil-)Abschaffung des Solidaritätszuschlags beschlossen. Prognos hat mit seinem Steuersimulationsmodell die Entlastungen der privaten Haushalte ermittelt. Dabei zeigen sich Entlastungswirkungen um bis zu 90 Euro im Monat.

© AdobeStock - Micha Trillhaase

Der Bundestag hat am 14. November 2019 die (Teil-)Abschaffung des Solidaritätszuschlags beschlossen. Prognos hat mit seinem Steuersimulationsmodell die Entlastungen der privaten Haushalte ermittelt. Dabei zeigen sich Entlastungswirkungen um bis zu 90 Euro im Monat.

90 Prozent der deutschen Steuerzahler werden nach dem Willen der Bundesregierung ab 2021 keinen Solidaritätszuschlag mehr bezahlen müssen. Für die „Besserverdienenden“ gilt das nur zum Teil. 6,5 Prozent werden teilweise entlastet, die obersten 3,5 Prozent werden auch künftig zur Kasse gebeten. Gleichwohl profitieren Haushalte mit hohen Einkommen im progressiven Steuersystem am meisten von der Abschaffung. Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 75.000 bis 90.000 Euro macht die Entlastung ca. 1.100 Euro aus. Dies zeigen Berechnungen mit dem Steuersimulationsmodell von Prognos auf Basis des SOEP.

Bezogen auf die Familiensituation werden Paare mit und ohne Kinder etwa 1 Euro pro Tag weniger an das Finanzamt abführen müssen, alleinstehende Personen und Alleinerziehende sparen aufgrund ihrer insgesamt niedrigeren Steuerzahlungen nur zwischen 60 und 140 Euro jährlich.

Nach Altersgruppen können sich insbesondere die „Babyboomer“ auf eine Reduktion ihrer Steuerschuld freuen. Die 45-65-Jährigen (bezogen auf das Alter des Haushaltsvorstands) haben künftig rund 30 Euro mehr im Monat zur Verfügung.

Bitte akzeptieren Sie die Statistik-Cookies um diese Grafik anzuschauen.