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Regionalanalyse | Donnerstag, 12.12.2019

Wie das Rheinische Revier und die Region Düsseldorf-Kreis Mettmann einander ergänzen

Für das Regionalmanagement Düsseldorf-Kreis Mettmann untersuchte Prognos die gleichnamige Region und das angrenzende Rheinische Revier auf ihre Verflechtungen – und entdeckte nicht nur Unterschiede, sondern auch viele Synergiepotenziale, von denen beide profitieren könnten.

© iStock – benedek

Die Wirkungsraumanalyse skizziert die räumlichen Verflechtungen zwischen beiden Regionen und liefert einen ersten Überblick, in welchen Themenfeldern Interdependenzen bestehen, wie stark diese ausgeprägt sind und wo sich Synergien weiter heben lassen. Die Zukunftsagentur Rheinisches Revier hatte die Themenfelder (Revierknoten) definiert.

Die sozioökonomische Analyse der beiden Untersuchungsregionen zeigt im Bundes- und Landesvergleich in weiten Teilen ein positives Bild. Das gilt insbesondere für die Region Düsseldorf-Kreis Mettmann aber in einigen Bereichen auch für das Rheinische Revier. Wie zu erwarten, entfaltet dabei eine prosperierende Stadt wie Düsseldorf eine andere Kraft und Dynamik als eine heterogene, großteils ländlich geprägte Region wie das Rheinische Revier. Besonders deutlich zeigen sich die Unterschiede der beiden Regionen in den Bereichen Demografie und Arbeitsmarkt.

Beide Untersuchungsregionen weisen jedoch eine grundsätzlich positive Beschäftigungsentwicklung auf. Ein genauer Blick auf die Branchenstrukturen verdeutlicht zugleich wesentliche Unterschiede: Die Region Düsseldorf-Kreis Mettmann profiliert sich neben der chemischen Industrie besonders stark als Dienstleistungsstandort mit einem hohen Stellenwert wissensintensiver Dienstleistungen und IKT (Informations- und Kommunikationstechnik). Das Rheinische Revier indes weist eine überdurchschnittlich hohe Präsenz kleinerer Branchen auf, wie bspw. der Papierindustrie, aber auch Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus zeigt sich erwartungsgemäß eine rückläufige Dynamik in den für die Region traditionell prägenden Branchen, wie bspw. Bergbau oder Energieversorgung. Wirtschaftszweige mit einer bislang eher geringer ausgeprägten Präsenz, wie bspw. Fahrzeugbau, konnten in den letzten Jahren hingegen deutlich hinzugewinnen.

Trotz oder gerade wegen der unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Entwicklungsrichtungen in den untersuchten Regionen finden sich viele Potenziale für Synergien, die die Entwicklung der jeweils anderen Region unterstützen können. Die unterschiedlichen Raumkontexte – hier eine Großstadt mit dem am dichtesten besiedelten Kreis Deutschlands, dort ein Verbund von sieben überwiegend ländlichen Kreisen mit flächenintensiver Bewirtschaftung – bieten durch ihre unterschiedliche Ausprägung Chancen, die Defizite der jeweils anderen Region auszugleichen.

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