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Dr. Michael Böhmer

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Studie: Ende der Globalisierung | Donnerstag, 25.06.2020

Deutschland braucht ein neues Geschäftsmodell

Die Globalisierung hat ihre Dynamik verloren – und das schon vor der Coronakrise. Zu diesem Schluss kommen Prognos und die BayernLB in einer neuen Studie. Die Autoren zeigen darin auch auf, wie die deutsche Wirtschaft trotzdem an den bisherigen Erfolgskurs anknüpfen kann.

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Deutschland darf sich nicht mehr nur auf seine klassischen Export-Absatzmärkte wie Europa, China und die USA verlassen, sondern sollte sich verstärkt den aufstrebenden und bevölkerungsreichen Ländern zuwenden. Zudem sollte es sich stärker auf das Inland sowie neue Exportprodukte konzentrieren, so die Autoren der Studie von Prognos und BayernLB. „Eine Chance liegt im wirtschaftlichen Aufholprozess von einigen Entwicklungs- und Schwellenländern“, sagt Prognos-Chief-Economist Dr. Michael Böhmer, „denn hier zeigt sich auch langfristig eine stark steigende Importnachfrage“.

Kundenbedürfnisse analysieren

Um erfolgreich zu sein, müssen die exportierenden Unternehmen jedoch ihre Produkte den spezifischen Anforderungen anpassen und deswegen die genauen Bedürfnisse der Kunden in den einzelnen Ländern analysieren.

Innovative Exportprodukte entwickeln

Neue Möglichkeiten für deutsche Unternehmen bieten sich jedoch nicht nur auf neuen geografischen Märkten, sondern auch durch die Entwicklung innovativer Exportprodukte. Besonders vielversprechend sind hybride Geschäftsmodelle, bei denen klassische indust-rielle Ansätze mit digitalen Technologien verbunden werden. „Viele deutsche Unternehmen haben sich der Plattformökonomie mittlerweile zwar stärker zugewandt, aber ein großer Teil der Unternehmen hat sich noch gar nicht damit befasst oder hält es für irrelevant; das ist fatal“, erklärt Dr. Jürgen Michels, Chefvolkswirt der BayernLB.

Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor

Ein zunehmend wichtigerer Wettbewerbsfaktor ist künftig auch das Thema Nachhaltigkeit. Diesen Trend sollte Deutschland aufgrund seines technischen Know-hows und seiner Vorreiterrolle innerhalb der EU noch stärker nutzen. Schließlich sollten auch exportorientierte Unternehmen die Binnennachfrage nicht außer Acht lassen. Geschäftschancen im Inland sehen die Experten von BayernLB und Prognos nach den geplanten milliardenschweren Konjunkturprogrammen der Bundesregierung aufgrund der Corona-Krise auch bei den öffentlichen Investitionen, etwa im Sektor Verkehr oder bei der digitalen Infrastruktur.

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