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Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz | Mittwoch, 15.07.2020

Studie zur Ressourceneffizienz in Bayerns Industrie

Ein effizienter Ressourceneinsatz ist für eine nachhaltige Wirtschaft unabdingbar. Die Ressourcennutzung in der bayerischen Industrie untersuchte Prognos im Auftrag des Bayerischen Landesamts für Umwelt. Die Ergebnisse präsentiert eine Veranstaltung.

©iStock - Drazen Lovric

Die Rohstoffproduktivität ist in Bayern gegenüber dem Basisjahr 1994 um 68 Prozent gestiegen. Das Verhältnis des Rohstoffeinsatzes zur daraus resultierenden Bruttowertschöpfung hat sich seither also deutlich verbessert. Der Rohstoffverbrauch ist trotz starken Wirtschaftswachstums seit 1994 weitgehend stabil geblieben. In einzelnen Abfallströmen hat die Recyclingquote bereits ein hohes Niveau erreicht. Insgesamt werden Sekundärrohstoffe, die durch Recycling entstehen, bisher in der bayerischen Wirtschaft jedoch noch zu wenig genutzt.

Rohstoffsituation der fünf wichtigsten Industriebranchen in Bayern

Die Studie gibt einen Überblick über die Rohstoffverwendung und Effizienzpotenziale im Freistaat. Sie wurde vom Bayerischen Landesamt für Umwelt in Auftrag gegeben. Am 15. Juli präsentierte Jannis Lambert die Studienergebnisse im Rahmen der Online-Veranstaltung „Ausgewählte Schlüsselrohstoffe für die Industrie – Zahlen, Daten, Fakten zur Ressourceneffizienz“.

Die Studie nimmt die Rohstoffsituation der fünf wichtigsten Industriebranchen Bayerns in den Blick: Fahrzeugbau, Maschinenbau, Elektroindustrie, die Metallindustrie sowie die Chemie-, Pharmazie-, Gummi- und Kunststoffindustrie. Anhand verschiedener Kriterien – von der Rohstoffversorgung und Umweltbelastung bis hin zur Nachfrage und zu den Rohstoffpreisen – werden die wichtigsten 49 Industrierohstoffe in Bayern betrachtet.

Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch

„Von einem effizienten Ressourceneinsatz profitieren Umwelt und Unternehmen“, erläutert Prognos-Projektleiter Jannis Lambert. „Unternehmen können dadurch Kosten sparen, ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern sowie ihre Abhängigkeit vom Rohstoffmarkt und von Preisschwankungen verringern.“ Die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch gehört seit vielen Jahren zu den wichtigsten Zielen einer nachhaltigen industriellen Entwicklung. Der Freistaat Bayern hat im Juli 2018 einen 7-Punkte-Plan zum sparsamen und effizienten Einsatz von Ressourcen beschlossen.

Die Studie beruht auf amtlichen wissenschaftlichen und wirtschaftsstatistischen Daten. Zudem wurden qualitative Interviews mit Unternehmensvertreterinnen und -vertretern geführt, um ein umfassendes Bild der Ressourceneffizienz in Bayern zu erhalten.

undefinedZur Studie „Effizienz zahlt sich aus – Zahlen, Daten, Fakten zur Ressour-ceneffizienz in Bayern“
undefinedInformationen zur Online-Veranstaltung am 15. Juli 2020