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Studie für die INSM | Montag, 31.08.2020

Corona und der Arbeitsmarkt

Etwa 640.000 Corona-bedingte Arbeitslose zählt Deutschland im Juni 2020. Strukturell ist die Arbeitslosigkeit um etwa 30 Prozent höher als ohne die Krise. Besonders betroffen sind junge Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahre

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Herausforderung Corona-Krise: Die gesamte Gesellschaft, Politik, Wirtschaft sowie jede und jeder Einzelne stehen vor großen Ungewissheiten. Es stellt sich unter anderem die wichtige Frage: Wie wirkt die Krise auf bestimmte Teilaspekte des Arbeitsmarkts? Für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft untersuchte ein Prognos-Team aus Arbeitsmarktexperten genau diese Fragestellung.

Veränderungen des Arbeitsmarkts mit und ohne Corona-Krise

Die Studie macht deutlich, dass ohne die Corona-Pandemie in den kommenden Jahren mit teilweise deutlichen Ungleichgewichten in Teilbereichen des Arbeitsmarkts hätte gerechnet werden müssen. Dies hat demografische Gründe, spiegelt aber auch gesellschaftliche Entwicklungen wider. So zeigt unser hypothetisches Szenario ohne Krisenverlauf, dass aufgrund der zunehmenden Akademisierung der Gesellschaft in einigen Fachrichtungen mit Hochschulabschluss zukünftig mit einem Überangebot an Arbeitskräften zu rechnen ist, beispielsweise in den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Für beruflich Qualifizierte ist in bestimmten Fachrichtungen hingegen ein deutlich zunehmender Arbeitskräftemangel zu erwarten. Besonders groß sind die Nachfrageüberhänge z. B. im Bereich Management und Verwaltung oder der Fertigungs- /Produktionstechnik.

Die aktuelle Krisen-Betroffenheit einzelner Personengruppen wird in einem Szenario mit Krise anhand von Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) zur Arbeitslosigkeit und zur Kurzarbeit abgeschätzt. Demzufolge beläuft sich der Corona-Effekt auf die Arbeitslosigkeit gemäß BA im Juni 2020 auf etwa 640.000 Arbeitslose. Strukturell ist die Arbeitslosigkeit um etwa 30 Prozent höher als ohne die Krise. Besonders betroffen sind junge Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahre.

Trotz dieser Zahlen gilt: „Deutschland steuert weiterhin auf einen Fachkräftemangel zu. In welchen Bereichen Fachkräfte besonders knapp werden und welche Maßnahmen helfen können, Arbeitsmarktungleichgewichte zu reduzieren, skizziert unsere Kurzstudie“, so Studien-Autor Dr. Oliver Ehrentraut.

Methodik der Studie

Mit dem Prognos-Fachkräftemodell hat das Projektteam untersucht, wie sich die ohnehin zu erwartenden Ungleichgewichte zwischen Arbeitsangebot und -nachfrage durch die Corona-Krise verändern und welche Personengruppen und Teilarbeitsmärkte davon wie stark betroffen sind. Der Fokus der Analysen liegt auf den Dimensionen Qualifikation, Alter und Geschlecht. Darauf aufbauend werden Überlegungen angestellt, welche Maßnahmen dazu beitragen können, drohende Ungleichgewichte zu vermeiden.

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