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Kreislaufwirtschaft und Circular Economy | Dienstag, 17.11.2020

Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft

Die Stoffkreisläufe zu schließen, ist die Hauptaufgabe der Kreislaufwirtschaft. Der zweite Statusbericht gibt einen aktuellen Überblick über die Leistungen, die wirtschaftliche Relevanz sowie die künftigen Herausforderungen der Branche.

© Veolia

Prognos erstellte den „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2020“ in Kooperation mit der INFA GmbH und Prof. Martin Faulstich. Die Auftraggeber der Studie sind: ASA, BDE, BDSAV, BDSV, bvse, DGAW, InwesD, ITAD, KdK, PlasticsEurope, VDMA, VDM, VHI, VKU sowie die IFAT. Dank der inhaltlichen Unterstützung der 15 Verbände, Vereine und Unternehmen bietet der Bericht einen zusammenfassenden und konsolidierten Überblick über die gesamte Branche. Bereits 2018 wurde anlässlich der IFAT 2018, der Weltleitmesse für Umwelttechnologien, ein erster Statusbericht der Kreislaufwirtschaft in Deutschland vorgelegt.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Kreislaufwirtschaft erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von etwa 84,1 Milliarden Euro (+ 18 Prozent gegenüber 2010) und beschäftigte im Jahr 2019 über 310.000 Erwerbstätige (+ 12 Prozent gegenüber 2010). In der Kreislaufwirtschaft sind heute bundesweit fast genauso viele Personen beschäftigt wie in der Energiewirtschaft. Mit einer Bruttowertschöpfung von rund 28,1 Milliarden Euro im Jahr 2017 (+ 31 Prozent gegenüber 2010) ist die Branche ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland.

Gesamter Lebenszyklus von Wertstoffen

„Mehr als 400 Millionen Tonnen Abfälle pro Jahr zu sammeln, zu sortieren, aufzubereiten, zu behandeln und zu beseitigen – dafür müssen alle Akteure im Markt eng zusammenarbeiten“, davon ist Prognos-Projektleiter der Studie, Dr. Jochen Hoffmeister, überzeugt.

Die Europäische Kommission sowie der Bund und die Länder formulieren die strategischen, umwelt- und abfallpolitischen Rahmenbedingungen und überwachen den Vollzug. Für die Umsetzung sorgen dann die rund 10.700 privaten und kommunalen Unternehmen der Kreislaufwirtschaft in Deutschland. Die technologische Basis gewährleisten die Unternehmen des Anlagen-, Maschinen- und Fahrzeugbaus. Mit der Gestaltung von recyclingfähigen Produkten sowie deren Rücknahme am Ende des Lebenszyklus übernimmt die herstellende Industrie zunehmend ihre erweiterte Produktverantwortung.

Ressourceneffizienz und Klimaschutz

Die Kreislaufwirtschaft ist auf dem Weg zur Circular Economy. Die Rückgewinnung von Rohstoffen aus recycelten Materialien ist dabei eine der zentralen Aufgaben. Die weltweite Verknappung von Primärrohstoffen treibt die Produktionskosten der Industrie in die Höhe. Daher ist es wichtig, dass die Unternehmen der Kreislaufwirtschaft das steigende Abfallaufkommen aus Industrie, Gewerbe und privaten Haushalten energetisch und stofflich verwerten und die Rezyklate in den Rohstoffkreislauf zurückführen.

Die zunehmende Kreislaufführung von Wertstoffen hilft nicht zuletzt, die nationale Rohstoffversorgung zu sichern. Zusätzlich werden Beiträge zum Ressourcen- und Klimaschutz geleistet und die Energiewende unterstützt.

Die Daten und Informationen des Statusberichtes stützen sich auf öffentlich zugängliche Statistiken und Studien sowie Erhebungen und Zahlen der beteiligten Verbände, Vereine und Unternehmen.

undefinedDirekt zum „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2020“ (PDF, www.statusbericht-kreislaufwirtschaft.de)

Weitere Infos zu den PDF-Versionen des Statusberichtes, zur Präsentation der Ergebnisse, zu den verwendeten Grafiken sowie zu den auftraggebenden Verbänden finden Sie auf der Landingpage zum Statusbericht:undefinedwww.statusbericht-kreislaufwirtschaft.de