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Kultur- und Kreativwirtschaft | Mittwoch, 06.01.2021

Jahresrückblick 2020: Unsere Studien für das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft

Corona-Betroffenheit, Forschungslandschaft und digitale Geschäftsmodelle der Kultur- und Kreativwirtschaft – das waren einige der Themen unserer Analysen 2020. Prognos ist Partner des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes.

© iStock.com - Wachiwit

Seit Anfang 2020 ist die Prognos AG wissenschaftlicher Partner des Kompetenzzentrums, das zusammen mit dem dem u-institut Teil der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung ist. Die Aufgabe des Kompetenzzentrums ist es, die Kultur- und Kreativwirtschaft sichtbar zu machen, ihre Potenziale für Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu vermitteln und gemeinsam mit den Akteuren Lösungsansätze für Herausforderungen der Branche zu entwickeln. Prognos ist für den Arbeitsschwerpunkt "Wissenschaftliche Analyse und Debatte" zuständig und hat 2020 verschiedene Studien zur Kultur- und Kreativwirtschaft veröffentlicht, jeweils im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Analyse Beispiel 1: Betroffenheit der Kultur- und Kreativwirtschaft von der Corona Pandemie

Prognos hat in drei möglichen Szenarien berechnet, wie stark sich die Corona-Pandemie auf die Kultur- und Kreativwirtschaft auswirken könnte. In dem Kurzpaper wird geschätzt, welche Auswirkungen die angeordneten Schließungen und damit einhergehende Effekte in den einzelnen Teilbranchen und Berufsfeldern haben. Das Kurzpaper wurde am 26. März 2020 veröffentlicht.

„Wie die Situation genau verläuft und wie lange die Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft von Umsatzausfällen betroffen sind, muss dabei stetig aktualisiert und neu bewertet werden“, betont Dr. Olaf Arndt, Leiter der wissenschaftlichen Analyse und Debatte des Kompetenzzentrums. „Wir müssen aber auch den Blick nach vorne richten. Mit welchen Fördermaßnahmen manövrieren wir die Kultur- und Kreativwirtschaft aus der Krise, verbunden mit dringend benötigten Zukunftsinvestitionen?“

undefinedDirekt zum Kurzpaper „Betroffenheit der Kultur- und Kreativwirtschaft von der Corona-Pandemie“ (PDF auf kreativ-bund.de)

Am 17. April 2020 wurden aktualisierte Ergebnisse veröffentlicht. Eine neue Szenarioanalyse hat ergeben, dass die geschätzten Umsatzverluste der Gesamtbranche deutlich größer ausfallen als ursprünglich angenommen. Dies auch, da gerade die Teilmärkte Rundfunkwirtschaft, Werbe- und Pressemarkt sowie die Software-/Games-Industrie stärker von der Krise betroffen sind als zuvor erwartet. So ergaben die Berechnungen von Prognos, dass das mittlere Szenario bei Umsatzeinbußen von 21,7 Milliarden Euro liegt und das gravierende Szenario bei Verlusten von 39,8 Milliarden Euro.

undefinedZum aktualisierten Kurzpaper „Betroffenheit der Kultur- und Kreativwirtschaft von der Corona-Pandemie“ (PDF auf kreativ-bund.de)

undefinedEnglische Version des aktualisierten Kurzpapers „COVID 19 – Impact on the Cultural and Creative Industries in Germany“ (PDF auf kreativ-bund.de)

Analyse Beispiel 2: Die Forschungslandschaft der Kultur- und Kreativwirtschaft

In Deutschland gibt es 477 öffentliche Forschungseinrichtungen, die sich mit der Kultur- und Kreativwirtschaft befassen. Vielfach stehen dabei Digitalisierung, Cross-Sektoralität und Transformationsprozesse im Fokus der Forschungsaktivitäten. Nahezu alle Universitäten, Fachhochschulen, Kunsthochschulen und außeruniversitären Einrichtungen decken mehrere Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft ab. Besonders viele Forschungseinrichtungen beschäftigen sich mit Fragen der Software-/Games-Industrie, der Designwirtschaft, des Architekturmarkts und der Musik.

Das Dossier „Die Forschungslandschaft der Kultur- und Kreativwirtschaft“ gibt außerdem einen Überblick über die Forschungsschwerpunkte in Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Dänemark, Tschechien, Estland und Spanien. In den Ländern zeigen sich bspw. ausgeprägte Schwerpunkte in den Bereichen Innovations-Mapping und Impact-Messung, Schnittstellen zu den Bereichen Gesundheit, Energiewende und Sicherheitstechnologien sowie Forschung zu Plattformökonomie und kreativen Communities. Das Dossier wurde von Prognos erstellt und am 8. Dezember 2020 veröffentlicht.

undefinedDirekt zum Dossier „Forschungslandschaft der Kultur- und Kreativwirtschaft“ (PDF auf kreativ-bund.de)

Analyse Beispiel 3: Digitale Geschäftsmodelle für die Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Corona-Pandemie legt viele Bereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft lahm und drängt Akteurinnen und Akteure verstärkt ins Digitale. Als kurzfristige Reaktionen auf die Veranstaltungsverbote gaben Künstlerinnen und Künstler und Kreative ihre Inhalte auf Onlineplattformen wie Facebook, Instagram oder YouTube zum Besten. Sie konnten damit aber zumeist nicht erfolgreich monetarisieren.

Aus diesem Grund wurden in diesem Dossier Geschäftsmodell-Innovationen untersucht, die das Potenzial für eine langfristige und beständige Finanzierung für Kulturschaffende und Kreative haben. Als Grundlage dienten verschiedene Best-Practice-Fälle wie u. a. das Abonnement-Modell der Online-Plattform Patreon, das "Pay what you want"-Modell von United We Stream und die Affiliate-Marketing-Plattform des digitalen Buchmarktes Bookshop.org. In einem Ausblick auf weitere zukunftsfähige Geschäftsmodelle werden außerdem Blockchain-Technologie, „User Centric Payment“-Systeme und Big Data Analytics besprochen. Abschließend wurden zentrale Merkmale aus den Best-Practice-Fällen abgeleitet, die besonders erfolgsversprechend sind und Kreativen und Kulturschaffenden eine nachhaltige Teilhabe am digitalen Markt erlauben.

undefinedDirekt zum Dossier „Digitale Geschäftsmodelle in der Kultur- und Kreativwirtschaft“ (PDF auf kreativ-bund.de)