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Beitrag der Klimaschutzwettbewerbe zur Senkung des Treibhausgas-Ausstoßes

Evaluierung des OP EFRE NRW 2014-2020

Ziel der Klimaschutzwettbewerbe im Rahmen des OP EFRE NRW war es, Erneuerbare Energien verstärkt zu nutzen, die Energieeffizienz zu verbessern, die Energieversorgung zu optimieren und somit insgesamt den Treibhausgas-Ausstoß zu senken. Das „Operationelle Programm Nordrhein-Westfalens für die Förderung von Investitionen in Wachstum und Beschäftigung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (OP EFRE NRW) lief von 2014 bis 2020. Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie in Nordrhein-Westfalen hat Prognos mit der Evaluierung des Programms beauftragt.

„Alle fünf Klimaschutzwettbewerbe stoßen erfolgreich Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in klima- und energierelevanten Bereichen an,“ fasst Prognos-Projektleiter Dr. Stephan Heinrich die Ergebnisse der Evaluierung zusammen. Durch die geförderten Vorhaben entstanden innovative Verfahren in verschiedenen Anwendungsbereichen – von Erneuerbare-Energien-Technologien über die notwendigen Produktionsprozesse bis hin zu Erzeugungs- und Verteilungstechnologien. Damit leisteten die Wettbewerbe einen Beitrag zur zukünftigen Senkung der Treibhausgas-Emissionen. Prognos untersuchte fünf Klimaschutzwettbewerbe, die zwischen 2014 und 2017 initiiert wurden: ErneuerbareEnergien.NRW, EnergieeffizienzRegion.NRW, EnergieeffizienzUnternehmen.NRW, VirtuelleKraftwerke.NRW und HydrogenHyWay.NRW.

Im Rahmen dieser Klimaschutzwettbewerbe wurden umsetzungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen gefördert, die zur Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes beitragen. Dabei ging es vor allem darum, Pilotanlagen oder Demonstratoren zu entwickeln, weniger um die breite Anwendung der Lösungen. Der Evaluationszeitraum endete am 31. Dezember 2017. Die Ergebnisse zeigen daher nur einen Zwischenstand.

Handlungsempfehlungen

Die Evaluierung ergab, dass die einzelnen Klimaschutzwettbewerbe inhaltlich weiterentwickelt werden sollten. Dazu bietet sich eine stärker integrierende Betrachtungsweise an, so dass Wettbewerbe zusammengefasst werden können. Als thematische Klammer der Wettbewerbe böte sich etwa das Thema „Sektorkopplung“ an. Zudem sollte die Komplementarität der Klimaschutzwettbewerbe mit anderen Förderlinien – insbesondere des Leitmarktwettbewerbs – des OP EFRE ausgebaut werden.
Bei der Förderung von Pilotprojekten können noch keine größeren Einsparungen von Treibhausgas-Emissionen erzielt werden, da sie erst mittel- bis langfristig mit einer größeren Marktdurchdringung anfallen. Prognos empfiehlt dazu, die methodischen Vorgaben und die Berechnungsinstrumente für die erwartete Einsparwirkungen weiterzuentwickeln und zu vereinheitlichen.

Methodik

Die Evaluierung beruht auf einer Analyse der Fachliteratur sowie von Monitoring- und Finanzdaten (Datenbank BISAM2020-EFRE). Außerdem wurden explorative Interviews mit den Fachverantwortlichen der Wettbewerbe (fünf Interviews) und eine Online-Befragung unter Zuwendungsempfängerinnen und -empfängern (45 beantwortete Fragebögen) durchgeführt sowie zehn Fallstudien erstellt.

Autor: Dr. Stephan Heinrich (Projektleiter), Mirjam Buck, Alexander Labinsky, Nora Langreder, Christoph Thormeyer, Karsten Weinert, Paul Wendring

Kunde: Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Jahr: 2020

Typ: Evaluation

Bereich: Standort & Region

Themenfeld: Strukturpolitik

Tags: EFRE, Emissionen, Energieeffizienz, Energiewende, Erneuerbare Energien, EU-Förderung, Europa, Evaluierung, Förderung, Klimaschutz, Nordrhein-Westfalen, Regionalpolitik