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Das Erreichte nicht verspielen

Die deutsche Wettbewerbsfähigkeit im Lichte des Koalitionsvertrags

In Anlehnung an den Titel des Gutachtens des Sachverständigenrats 2007/08 „Das Erreichte nicht verspielen“ geht die Prognos Studie der Frage nach, ob Deutschland seine aktuell gute wirtschaftliche Position im internationalen Wettbewerb gefährdet, wenn zentrale Bestandteile des Koalitionsvertrags umgesetzt werden.

Die These lautet, dass sich die Arbeitskosten in Deutschland spürbar verteuern, wenn insbesondere die geplanten Änderungen im Rentenrecht (Mütterrente und Rente mit 63) und in der Arbeitsmarktpolitik (gesetzlicher Mindestlohn) in Kraft treten. Dies stünde im Kontrast zu einem zentralen Vorhaben des Koalitionsvertrags, nämlich die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken.

Die StudienautorInnen haben untersucht, wie sich das Rentenpaket, der gesetzliche Mindestlohn, die Neuregelungen von Zeitarbeit und Änderungen in der Finanzierung der gesetzlichen Pflege- und Krankenversicherung auf die Lohnstückkosten auswirken. Bis zum Jahr 2030 erhöhen die Regierungspläne die Arbeitskosten im Durchschnitt um jährlich über 45,7 Milliarden Euro (insgesamt 777 Mrd. Euro). Die Dynamik der Lohnstückkosten erhöht sich von 2 Prozent auf 2,5 Prozent pro Jahr. Im internationalen Vergleich der 42 wirtschaftsstärksten Nationen fiele Deutschland in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit bis 2030 vom 9. auf den 23. Platz.

Die Studie wurde im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erarbeitet und am 3. April 2014 in Berlin vorgestellt.

Autor: Dr. Oliver Ehrentraut, Daniel Fuchs, Dr. Claudia Funke, Jan Limbers, Dr. Johannes Weisser

Kunde: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

Jahr: 2014

Typ: Studie

Bereich: Wirtschaft & Arbeit, Gesellschaft & Staat

Themenfeld: Volkswirtschaftliche Grundsätze, Soziale Sicherungssysteme, Arbeitsmarkt & Beschäftigung

Tags: Wettbewerb, Export, Fiskalische Effekte, Hartz IV, Grundsicherung, Rente, Mindestlohn, labour, Wachstum