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Letztverbrauch 2021

Planungsprämissen für die Berechnung der EEG-Umlage

Die Basis für die EEG-Umlage 2017 bildet unter anderem die Prognos-Studie "Letztverbrauch 2021 - Planungsprämissen für die Berechnung der EEG-Umlage".

Die Studienautoren berechnen darin den zu erwartenden Letztverbrauch im Jahr 2021. Der Nettostrombedarf (elektrische Energie, die Verbraucher nutzen, ohne den Eigenbedarf der Kraftwerke und die Übertragungs- bzw. Netzverluste zu addieren) wird demzufolge bis zum Jahr 2021 auf rund 503 TWh zurückgehen. Im Jahr 2015 betrug er rund 525 Terawattstunden (TWh). Die Gründe für den Rückgang sind einerseits bislang technisch einfach durchführbare und erreichte sowie zukünftige Effizienzfortschritte. Andererseits wird in den Szenarien mit einem eher moderaten Wirtschaftswachstum gerechnet.

Bis 2021 ist noch mit einem leichten Anstieg des selbst erzeugten und genutzten Strom-Eigenverbrauchs um rund 2 % zu rechnen. Auch das EEG 2017 wird den weiteren Anstieg im Bereich der konventionellen Eigenerzeugung, aus Energieträgern, wie Gas, Kohle usw., abbremsen. Hinzu kommt ein schwacher Ausbau der Photovoltaik-Anlagen (PV), der den Anstieg des PV-Eigenverbrauch ebenfalls bremst.

Durch den sinkenden Nettostrombedarf und den steigenden Eigenverbrauch wird sich zukünftig der Letztverbrauchersabsatz kontinuierlich reduzieren.

Das EEG 2017 führt im Bereich der besonderen Ausgleichsregelung (Regelung für besonders stromintensive Industrieunternehmen zur Begrenzung der EEG-Umlage) zu keinen großen Veränderungen.

Der privilegierte Letztverbrauch (Stromverbrauch aller industriellen Verbraucher, die eine begrenzte EEG-Umlage zahlen) wird nach einem weiteren leichten Anstieg in den nächsten Jahren leicht zurückgehen. Er nimmt von rund 112 TWh im Jahr 2015 auf rund 114 TWh im Jahr 2017 zu. 2021 geht der privilegierte Letztverbrauch auf knapp 113 TWh zurück.

Der nicht-privilegierte Letztverbrauch (Stromverbrauch aller Verbraucher, die die komplette EEG-Umlage zahlen) ist die resultierende Größe aus Nettostrombedarf abzüglich des Eigenverbrauchs und des privilegierten Letztverbrauchs. Da der Nettostrombedarf sinkt, der Eigenverbrauch leicht steigt und der privilegierte Letztverbrauch konstant bleibt, geht auch der nicht-privilegierte Letztverbrauch kontinuierlich zurück.

Autor: Leonard Krampe, Frank Peter

Kunde: Die deutschen Übertragungsnetzbetreiber (50Hertz, Amprion, TenneT TSO, TransnetBW)

Jahr: 2016

Typ: Studie

Bereich: Energie & Klimaschutz

Themenfeld: Energie- & Klimaschutzpolitik, Energieeffizienz, Energiewirtschaft, Erneuerbare Energien & Energieeffizienz

Tags: Energiewende, Erneuerbare Energien, Stromerzeugung