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Herausforderungen für das Steuerrecht durch die demografische Entwicklung in Deutschland – Analyse einer Problemstellung

Die Alterung der Gesellschaft und der Bevölkerungsrückgang beeinträchtigen mittel- und langfristig die Steuereinnahmen in Deutschland. Dies geht aus einer Analyse von Prognos und FIT Fraunhofer für das Bundesfinanzministerium hervor.

Das zentrale Ergebnis der Analyse ist, dass die demografische Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten das Steueraufkommen des Staates schmälert. Insgesamt nehmen die Einkommensteuer- und Umsatzsteuereinnahmen aufgrund von steigenden Realeinkünften zu. Die Alterung der Gesellschaft wird die Einnahmen im Jahr 2045 um zehn Prozent mindern, im Jahr 2060 drohen bei dem pessimistischsten Szenario Einbußen von 20 bis 25 Prozent im Vergleich zu einem Basisszenario, das davon ausgeht, dass Bevölkerungsgröße- und Struktur auf dem Stand von 2013 bleiben würden.

Die Analyse beleuchtet die Demografieabhängigkeit der Entwicklung der Steuereinnahmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung des Einkommensteueraufkommens. Daneben wird auch die Entwicklung der Umsatzsteuer als weitere aufkommensstarke Steuer betrachtet. Zudem soll die Studie einzelne Regelungen des Einkommensteuerrechts bzw. Steuertatbestände identifizieren, die besonders sensibel auf demografische Veränderungen reagieren. So kann ein eventueller steuerpolitischer Handlungsbedarf aufgezeigt werden.

Mit Hilfe von Simulationsmodellen, die auf mikroökonomischen Daten beruhen, wird das jeweilige Steueraufkommen in den Jahren 2015, 2030, 2045 und 2060 quantifiziert. Die Mikrosimulationsmodelle von FIT Fraunhofer greifen dabei auf die Ergebnisse zweier miteinander verbundener makroökonomischer Modelle zurück, der Modelle VIEW und OCCUR der Prognos AG.

In der Analyse werden, ausgehend von einem Basisszenario ohne demografische Veränderungen, drei unterschiedliche Bevölkerungsentwicklungen in Deutschland unterstellt. Diese entsprechen Varianten 2 (Kontinuität bei stärkerer Zuwanderung), 3 (relativ alte Bevölkerung) und 6 (relativ junge Bevölkerung) der 13. Koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung.

Autor: Lena Calahorrano, Oliver Ehrentraut, Jan Limbers, Luca Rebeggiani, Sven Stöwhase, Martin Teuber, Thomas Effelsberg, Carsten Hänisch, Feras Nassaj

Kunde: Bundesminsiterium für Finanzen

Jahr: 2016

Typ: Studie

Bereich: Gesellschaft & Staat

Themenfeld: Soziale Sicherungssysteme

Tags: 2030, 2045, Demografischer Wandel, Steuern