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Schulden- und Investitionsregel: Zwei Seiten einer Medaille?!

Zur Diskussion um die Verstetigung öffentlicher Investitionen in Deutschland

Geschäftsmänner beobachten die wirtschaftliche Entwicklung Die neue Prognos-Studie für die Bertelsmann Stiftung zeigt, welche Folgen eine regelgebundene Investitionstätigkeit auf die deutsche Wirtschaft hätte. Die Ergebnisse machen deutlich: Steigende öffentliche Investitionen würden zu einem Anstieg des zukünftigen BIP-Wachstums in Deutschland führen. Auch Faktoren wie Produktivität, Arbeitsvolumen und der Kapitalstock des Staates würden deutlich wachsen. Ein weiteres wichtiges Ergebnis ist, dass eine regelgebundene öffentliche Investitionstätigkeit nicht mit der bereits existierenden Schuldenregel des Staates in Konflikt stehen muss.

Die Berechnungen erfolgen vor dem Hintergrund des aktuellen Diskurses um eine Verstetigung der öffentlichen Investitionstätigkeit. So fordert unter anderem die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel eingesetzte unabhängige Expertenkommission: eine Verpflichtung zu mehr öffentlichen Investitionen und spürbare Erhöhungen der Investitionen.


Die vorliegende Studie zeigt die möglichen makroökonomischen Effekte bis zum Jahr 2025 auf. Hierzu berechnen die Autoren fünf unterschiedliche Investitionsszenarien. Im Szenario „OECD-Durchschnitt“ wird dabei mit einer vergleichsweise hohen Investitions-quote gerechnet. Die Szenarien „business as usual“ und „Stagnation“ stehen für eine sich kaum verändernde Investitionsquote. Die Investitionsquote der ergänzenden Szenarien „prozyklisch“ und „antizyklisch“ ist hingegen von der konjunkturellen Ausgangslage abhängig.

Berechnungsgrundlagen

Die Studie wurde mit den Prognos-eigenen Prognose- und Simulationsmodell VIEW erstellt. Mit diesem Modell wird konsistent die zukünftige Entwicklung der Weltwirtschaft dargestellt. Berücksichtigt werden dabei die 42 (gemessen an der Wirtschaftsleistung) wichtigsten Länder der Welt und damit zusammengenommen über 90 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.

Autor: Dr. Michael Böhmer, Markus Hoch (Prognos AG), Manuela Barišić, Fritz Putzhammer (Bertelsmann Stiftung)

Kunde: Bertelsmann Stiftung

Jahr: 2017

Typ: Studie

Bereich: Gesellschaft & Staat

Themenfeld: Volkswirtschaftliche Grundsätze

Tags: Arbeitsproduktivität, Beschäftigung, Deutschland, Export, Industrie, Investition, Volkswirtschaft, Wachstum, Wettbewerb