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Überblick über unsere Veröffentlichungen und Auftragsstudien

Pädagogen mit Fluchtgeschichte als „Paraprofessionals“ in Schulen

Machbarkeitsstudie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung

Geflüchtete Pädagogen unterrichten geflüchtete Kinder und Jugendliche: Das Konzept der pädagogischen Assistenztätigkeit könnte bei der Integration der zahlreichen Minderjährigen mit Fluchthintergrund in Deutschland helfen – und gleichzeitig Geflüchtete in den Arbeitsmarkt bringen.

Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hat die Prognos AG eine Machbarkeitsstudie zu der Frage erstellt, wie ein flächendeckender Einsatz von Paraprofessionals mit Fluchtgeschichte organisiert und finanziert werden könnte.

Die Prognos-Experten berechneten, wie viele Assistenzkräfte benötigt würden, wenn ein Betreuungsverhältnis 1:80 zugrunde gelegt wird. Dabei haben sie den Personenbestand geflüchteter Kinder und Jugendlicher, die Ende Dezember 2016 Schulen besuchten, geschätzt.

Die Wirtschaftsforscher kamen zu dem Ergebnis, dass auf Bundesebene rund 3.500 Vollzeitstellen geschaffen werden müssten – überwiegend in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.

Die Kosten dafür lägen bei 145 Mio. Euro, wenn die Stellen bei freien Trägern angesiedelt wären. Mit abgedeckt wären dabei die laufende Kosten für z.B. Gehalt, Verwaltung sowie Weiterbildung. Einmalig würden Kosten von 31 Mio. Euro für die Ausbildung der pädagogischen Assistenzen anfallen.

Die Investition würde sich jedoch doppelt lohnen: für die geflüchteten Schüler im Sinne besserer Bildungsintegration und für die geflüchteten Pädagogen im Sinne erfolgreicher Arbeitsmarktintegration.

Autor: Claudia Münch, Heidrun Weinelt, Christina Resnischek

Kunde: Bertelsmann Stiftung

Jahr: 2017

Typ: Studie

Bereich: Gesellschaft & Staat

Themenfeld: Demografie, Familie & Teilhabe

Tags: Bildung, Jugend, Migrationshintergrund