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Trilateral strategy for the chemical industry

Wie das größte Chemie-Cluster Europas erfolgreicher wird

In Nordrhein-Westfalen, dem belgischen Flandern und den Niederlanden bilden eine Vielzahl an Chemie-Parks einen der weltweit bedeutendsten Cluster der Chemie-Industrie.Wie die Regionen sich vernetzen können, um noch erfolgreicher zu werden, hat Prognos in einer Studie für sie untersucht.

Die drei Regionen sind jedoch international mit einem sich verschärfenden Wettbewerb konfrontiert. Insbesondere China, Indien und Saudi-Arabien verstärken ihre Chemieindustrien mit technisch hochentwickelten Produktionsstätten.

Um diesem Wandel zu begegnen, haben das nordrhein-westfälische, das flämische und das niederländische Wirtschaftsministerium zusammen einen Plan für die zukünftige Stärkung ihrer Industrien entwickelt.

Gemeinsam mit dem Chemie-Professor Michael Dröscher unterstützte die Prognos AG die Staaten dabei, eine trilaterale Strategie zu entwickeln.

Laut den Experten könnte das Chemie-Cluster seine Bruttowertschöpfung bis 2030 um 58 Milliarden Euro erhöhen. Grundvoraussetzung dafür wäre eine umfassende Partnerschaft von Industrie, Wissenschaft und Staat.

Diese Entwicklung könnten den Ländern in Feldern wie Forschung und Entwicklung, Energie und Rohmaterial und Chemische Infrastruktur mit gemeinsamen Projekten gelingen – etwa der Unterstützung der Digitalisierung in Chemie-Parks und der Bau von Demonstrationsanlagen, um die Entwicklung von Innovationen in der Chemie-Industrie zu fördern.

Das Chemie-Industrie-Cluster in Nordrhein-Westfalen, Flandern und den Niederlanden beschäftigt mehr als 350.000 Personen und hat einen jährlichen Umsatz von 180 Milliarden Euro (Stand 2015). Auf seiner Verbundstruktur aufbauend, profitiert die Chemie-Industrie der drei Länder von einer sehr effizienten Produktion und Infrastruktur.

Der Chemie-Cluster generiert rund 20 Prozent des vollständigen Umsatzes der Chemie-Industrie in Europa. Hinsichtlich ihres Pro-Kopf-Umsatzes (3.600 Euro) ist die Region sogar die leistungsstärkste weltweit – und übertrifft die USA (2.400 Euro Umsatz pro Kopf), Japan (1.500 Euro) und China (1.300 Euro) deutlich.

Methodisches Vorgehen

Die Studie basiert auf einem umfassenden Methoden-Set. Dieses reicht von der Sekundärdatenanalyse und ökonomischen Vorhersagen (etwa mit dem Prognos Economic Outlook) bis hin zu Experteninterviews und zwei Diskussionsrunden mit Experten der Chemie-Industrie aus allen drei Regionen. 

Autor: Dr. Jan-Philipp Kramer (Projektleiter), Hans-Paul Kienzler, Moritz Schrapers, Janosch Nellen, Florian Messemer, Prof. Dr. Michael Dröscher

Kunde: Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW/ Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft & Innovation der Flämischen Regierung/ Niederländisches MInisterium für wirtschaftliche Angelegenheiten

Jahr: 2017

Typ: Studie

Bereich: Standort & Region

Themenfeld: Regionalentwicklung & Wirtschaftsförderung

Tags: 2030, Chemie, Chemie-Park, China, Forschung, Holland, Indien, Innovation, Investition, Niederlande, Nordrhein-Westfalen, NRW, Research & Development, Saudi Arabia, Technologie, Wettbewerb