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Ermittlung der Förderwirkungen (Evaluierung) der inländischen KfW-Förderprogramme 201 und 202 im Bereich „Energetische Stadtsanierung“ für die Förderjahrgänge 2012-2016

Studie im Auftrag der KfW Bankengruppe

Energetische Sanierungen in der Quartiersversorgung fördern das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und die KfW – über die KfW-Programme 201 und 202.

Antragsberechtigt sind Kommunen und kommunale Unternehmen. Im Zeitraum 2012 bis 2016 wurden über 300 Vorhaben mit einem Zusagevolumen von etwa 450 Millionen Euro realisiert, was. Investitionen von 566 Millionen Euro zur Folge hatte und rund 6.600 Arbeitsplätze sicherte.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Evaluation der beiden Programme, die die Prognos AG vorgenommen hat.

Zu den häufigsten Förderzwecken zählten mit rund 40 Prozent Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen und mit 25 Prozent Wärmenetze. Zusammen mit den übrigen Verwendungszwecken führen die geförderten Projekte zu einer Einsparung von jährlich 956 Gigawattstunden (GWh) nicht erneuerbarer Primärenergie bzw. 461.000 Tonnen CO2-Äquivalente Treibhausgas. Über die Lebensdauer betrachtet wird eine Treibhausgasminderung von etwa 3,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten erzielt werden.

Im „Aktionsprogramm Klimaschutz 2020“ des BMUB wurden für die KfW-Programme 201/202 sowie für das KfW-Programm 432 ein Ziel von 0,6 bis 1,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent bis 2020 festgelegt. Wenn die Programme im bisherigen Umfang bis 2020 fortgesetzt werden, ist eine Erreichung dieses Ziels zu erwarten.

Die befragten Kreditnehmer nehmen die KfW-Programme als finanziell attraktiv und hinsichtlich der Abwicklung einfach zu handhaben wahr. Mit der Größe der Vorhaben gewinnt die Kumulierbarkeit mit anderen Förderprogrammen an Bedeutung.

Methodik

Zur der Ermittlung der Förderwirkungen dieser Programme wurde ein mehrstufiges Datenerhebungsverfahren entwickelt und angewendet. Ausgehend von den Antragsdaten der KfW wurden identifizierte Datenlücken mit Hilfe einer standardisierten Befragung bei den Kreditnehmern (schriftlich/online) geschlossen. Die Befragung wurde im März/April 2017 durchgeführt und erzielte einen Rücklauf von etwa 60 Prozent.

Die Daten der beiden Erhebungsstufen wurden auf Plausibilität geprüft. Im Programmteil „Wärme- und Kälteversorgung im Quartier“ wurde eine Maßnahmentypologie erarbeitet, die eine systematische Beschreibung (Leistung, Wärmebedarf, Wirkungsgrade) der Anlagenkonfiguration vor und nach der Fördermaßnahme ermöglichte.

Ein analoger Ansatz wurde für Klärgas-BHKW im Programmteil „Energieeffiziente Wasserver- und Abwasserentsorgung im Quartier“ gewählt. Bei Stromanwendungen im Wasser-Programmteil kam ein empirischer Ansatz auf Basis der standardisierten Befragung zum Einsatz.

Hintergrund

Mit den KfW-Programmen „IKK Energetische Stadtsanierung – Quartiersversorgung“ (Programm-Nr. 201) und „IKU Energetische Stadtsanierung – Quartiersversorgung“ (Programm-Nr. 202) wird in Deutschland die Umsetzung von investiven Maßnahmen insbesondere in Stadtquartieren unterstützt.

Presseanfragen

Zentraler Ansprechpartner für Anfragen ist die undefinedKfW.


Zur Pressemitteilung der KfW

Zur Studie

Autor: Karsten Weinert, Dr. Stephan Heinrich, Markus Hoch, Nora Langreder, Dominik Rau (Prognos AG)

Kunde: KfW Bankengruppe

Jahr: 2018

Typ: Studie

Bereich: Energie & Klimaschutz

Themenfeld: Erneuerbare Energien & Energieeffizienz

Tags: Energieeffizienz, Energieeinsparung