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Vom Braunkohletagebau zu „Lebensraum Indeland“ und „Indeland valley"

Am 24. Juni fand die gemeinsame Strukturwandelkonferenz des Kreises Düren und das Zukunftslabor Indeland statt. Oliver Lühr, Prognos-Experte und Autor des Gutachtens war vor Ort, um den Fachbeitrag Indeland 2.0 der Öffentlichkeit vorzustellen.

Aus dem Kohleausstieg und dem damit verbundenen Strukturwandel im Rheinischen Revier ergeben sich vielfältige Anforderungen an die künftige Flächennutzung im Indeland, die für die Regionalplanung in den nächsten Jahrzehnten von Bedeutung sind und in diesem Fachbeitrag dargestellt werden. Eine wichtige Aussage des Fachbeitrags lautet: Das Indeland will bedarfsgerecht, ressourcenschonend und sozialverträglich wachsen. Diese Qualitäten formuliert der Fachbeitrag zum Regionalplan der Bezirksregierung Köln als „Ziele der räumlichen Entwicklung“ für die einzelnen Kommunen.
Der sich ab dem Jahr 2030 füllende Restsee Inden wird eine große Attraktivitätssteigerung für das Arbeiten und Leben in der Region bringen. Zum Indeland gehört als Alleinstellungsmerkmal außerdem bereits heute eine einzigartige Forschungslandschaft: Mit dem Forschungszentrum Jülich, der Fachhochschule Aachen, dem DLR und weiteren renommierten Instituten gehen starke Impulse von der Wissenschaft und Forschung, unter anderem in den Themenfeldern Bioökonomie und Circular Economy, aus.

Die außergewöhnliche Perspektive für das Indeland ergibt sich jedoch nicht nur aus der Entstehung des Indesees und der vorhandenen Forschungslandschaft. Vielmehr existieren eine Vielzahl von Potenzialen, die sich in vier übergeordnete Argumentationslinien gliedern lassen: Zwei Argumentationslinien beziehen sich dabei auf Wirtschaft und Arbeit und sind zusammen als „Indeland Valley“ betitelt. Die beiden anderen Argumentationslinien zeigen Bedarfe im Bereich Wohnen und Leben auf und lassen sich unter dem Titel „Lebensraum Indeland“ zusammenfassen. Die vier Argumentationslinien bilden eine wichtige Grundlage für die Verortung der Ziele der Kommunen des Indelandes. Die so entstandenen Raumbilder für eine flächenbezogene Strukturentwicklung zeigen: Nur dort, wo Potenziale des Wandels vorhanden sind, ist eine zusätzliche Flächenausweisung sinnvoll; und nur dort, wo auch Flächenangebote gemacht werden können, können sich die Potenziale entfalten. Es ergibt sich ein abgestimmtes Gesamtraumbild, welches die Belange von Wohnen, Arbeiten, Freiraum und Landwirtschaft sowie Infrastruktur im Indeland der Zukunft berücksichtigt und integriert.

Hintergrund

Mit dem Ende des Braunkohleabbaus im Tagebau Inden im Jahr 2030 sehen die Städte und Gemeinden im Indeland einem tiefgreifenden Wandel entgegen. Aufgrund der außergewöhnlichen Ausgangssituation und der einzigartigen Perspektive der Region haben sich die Kommunen, vertreten durch die Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbH, dazu entschieden, einen eigenen Fachbeitrag zur Neuaufstellung des Regionalplans Köln herauszugeben. Ziel des „Fachbeitrags Indeland“ ist es, die Ausgangssituation und Entwicklungsmöglichkeiten der Region zu beschreiben sowie darzulegen, wie die Kommunen ihre gemeinsamen Potenziale und Chancen optimal nutzen können. Die Argumente für die zukunftsorientierte Gestaltung des bevorstehenden Wandels werden genannt und gleichzeitig Raumbilder für die Region und Ziele für die Kommunen entwickelt.

Autor: Oliver Lühr, Leander Schulte, Katharina Schüle, Lukas Eiserbeck

Kunde: Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH

Jahr: 2019

Typ: Report

Bereich: Standort & Region

Themenfeld: Regionalentwicklung & Wirtschaftsförderung

Tags: 2030, Deutschland, Nordrhein-Westfalen