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Überblick über unsere Veröffentlichungen und Auftragsstudien

Status Quo der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD)

Die UPD erfüllt viele ihrer Anforderungen, aber gleichzeitig müssen noch zentrale Probleme gelöst werden. Diesen ambivalenten Entwicklungsstand zeigen Prognos-Experten im Zwischenbericht der Evaluation im Auftrag des GKV-SV und des PKV-Verbands.

Die Evaluation macht deutlich, dass sich die UPD als gemeinnützige GmbH beim Aufbau der Strukturen sowie bei der Ausgestaltung und im Betrieb der Beratungsangebote am Leistungsauftrag des GKV-SV und dem angebotenen Umsetzungskonzept orientiert: Sie bietet Ratsuchenden Information und Beratung zu medizinischen, psychosozialen und gesundheitsrechtlichen Anliegen mit unterschiedlichen Zugangswegen an. Das Angebot ist auf die Telefonberatung ausgerichtet und diese wird auch mit Abstand am häufigsten in Anspruch genommen. Daneben werden schriftliche, Online- und Vor-Ort-Beratungen angeboten. Die Beratungsangebote werden insbesondere durch die UPD-Website und Öffentlichkeitsarbeit bekannt gemacht. Die Beratung erfolgt durch qualifiziertes Personal, das regelmäßig an Fortbildungen teilnimmt. Das zentrale Wissens- und Qualitätsmanagement haben eine einheitliche und hohe Qualität der Information und Beratung sowie die Sicherstellung ihrer Unabhängigkeit und Neutralität zum Ziel.

Neben diesem positiven Gesamtfazit bestehen Handlungsbedarfe, um den Auftrag der UPD entsprechend der Leistungsbeschreibung sowie dem angebotenen Umsetzungskonzept vollständig umzusetzen. Die Evaluationsbefunde weisen zum aktuellen Zeitpunkt auf folgende zentrale Handlungsfelder hin:

  • Beratungsqualität: Weiterentwicklung der konzeptionellen Grundlagen des Beratungskonzeptes sowie des Qualitäts- und Wissensmanagements und entsprechende Umsetzung in der Beratungspraxis
  • Personalgewinnung und -bindung: Nachhaltige Besetzung von Leitungsfunktionen und Aufrechterhaltung der notwendigen Personalstärke für die Beratung
  • Bekanntheit und Nutzung der UPD: Steigerung der Beratungszahlen und Auslastung der verschiedenen Zugangswege, insbesondere der Vor-Ort-, sowie fremdsprachlichen Beratung
  • Zielgruppenorientierung und Vernetzung: Konzeptionelle Weiterentwicklung und effektive Steuerung der Netzwerkaktivitäten auf allen Ebenen auch im Hinblick auf die Erreichung vulnerabler Zielgruppen

Hintergrund

Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-SV) und ergänzend der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) fördern seit 2011 die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) auf der gesetzlichen Grundlage des § 65b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V). Der Auftrag der UPD ist es, die Patientenorientierung im deutschen Gesundheitssystem sowie die gesundheitliche Kompetenz von Nutzerinnen und Nutzern durch ein eigenständiges und nach außen wahrnehmbares Informations- und Beratungsangebot zu stärken. Hier soll sie informieren und beraten in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen bundesweit unabhängig, neutral, qualitätsgesichert, kostenfrei und leicht zugänglich. Außerdem soll die UPD Problemlagen im Gesundheitswesen durch eine regelmäßige Berichterstattung über das Bera-tungsgeschehen aufzeigen.

Autor: Andreas Heimer, Janko Vollmer, Carsten Maday, Verena Stengel, Lätizia Ludwig

Kunde: GKV-Spitzenverband, Verband der Privaten Krankenversicherung

Jahr: 2019

Typ: Studie

Bereich: Gesellschaft & Staat

Themenfeld: Soziale Sicherungssysteme

Tags: Deutschland, Gesellschaft, Medizin, Pflege