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Masterplan für den Hafen in Osnabrück

Der Hafen in Osnabrück hat Zukunft. Das ergab eine Befragung von Unternehmen und Organisationen im Umfeld des Stadthafens. Prognos erarbeitete im Auftrag der Wirtschaftsförderung Osnabrück einen Masterplan für den Hafen.
Um den Stichkanal und das Hafenbecken in Osnabrück sind rund 40 Unternehmen ansässig und es werden dort zwischen 400.000 und 600.000 Tonnen Frachtgut pro Jahr umgeschlagen. Mit jährlich 600.000 Tonnen Frachtumschlag kann der Hafen in das Kernnetz C des Bundesverkehrswegeplans 2030 eingestuft werden. Das ist laut der Prognos-Studie ein durchaus realistisches Minimalszenario. Den „Masterplan Hafen Osnabrück“ erstellte Prognos im Auftrag der Wirtschaftsförderung Osnabrück. Er zeigt Maßnahmen auf, wie der Schiffsumschlag im Stadthafen gesteigert werden kann.

Maximalszenario mit einer Million Tonnen Schiffsumschlag

Neben dem Minimalszenario ermittelte Prognos ein Maximalszenario, bei dem der Schiffsumschlag auf knapp eine Million Tonnen pro Jahr erhöht werden kann. Dafür müssten am Hafen Unternehmen angesiedelt werden, die den Binnenschiffsumschlag für sich selbst oder für Dritte durchführen. Bei einem jährlichen Frachtumschlag von einer Million Tonnen wäre das Nutzen- Kosten-Verhältnis für den Ersatzneubau der beiden Schleusen in Haste und Hollage in etwa ausgeglichen und diese Investitionen könnten als „vordringlicher Bedarf“ in den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen werden. Momentan können wegen der zu kleinen Schleusen nur kleinere Frachtschiffe den Hafen erreichen.
Das Minimal- und Maximalszenario beruhen auf Erkenntnissen aus Interviews mit Unternehmen, die im Umfeld des Hafens Osnabrücks ansässig sind und diesen nutzen, sowie mit weiteren Organisationen. Sie wurden nach ihrer Einschätzung gefragt, wie sich das Frachtaufkommen in Zukunft entwickeln wird.

Empfohlene Maßnahmen

Neben der Vergrößerung der beiden Schleusen, damit auch moderne Binnenschiffe den Hafen in Osnabrück anlaufen können, wäre es sinnvoll, das Hafenbecken für eine Abladetiefe von 2,80 Meter auszubaggern. Dann könnten die Binnenschiffe voll beladen werden. Aber auch ohne diese Maßnahmen ließe sich das Frachtvolumen steigern, indem man auf Schubschiffe und selbstfahrende Leichter setzt. „Künftig könnten etwa Schubverbände“, so Prognos-Projektleiter Hans-Paul Kienzler, „die Erreichbarkeit des Hafens sicherstellen, da sie sich an den Engstellen in Haste und Hollage aufteilen lassen und die beschränkten Schleusenabmessungen besser ausnutzen können. In fernerer Zukunft könnten diese Leichter umweltschonend mit Elektroantrieb und sogar autonom fahren. Auf Empfehlung der Prognos AG wurde der Hafen Osnabrück in den Projektbeirat des Projekts DeConTrans aufgenommen, das sich speziell mit kleineren innovativen Schiffen befasst.“

Autor: Hans-Paul Kienzler

Kunde: Wirtschaftsförderung Osnabrück

Jahr: 2020

Typ: Präsentation / Vortrag

Bereich: Standort & Region

Themenfeld: Struktur- und Regionalpolitik

Tags: Industrie, Infrastruktur, Niedersachsen, Region