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Über den Atlas

Europäischer Sekundärrohstoffatlas

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Abfallwirtschaft und Umwelteffizienz schließen sich längst nicht mehr aus. Nicht nur der mögliche Beitrag der Abfallwirtschaft für den Klimaschutz trat im Vorfeld des Klimagipfels in Kopenhagen verstärkt in den Mittelpunkt, sondern auch die Sekundärrohstoff- und Energienutzungspotenziale. Prognos untersucht im Sekundärrohstoffatlas für Europa 17 ausgewählte Stoffströme und gibt einen Ausblick auf die Ressourcenpotenziale in den 27 EU-Mitgliedstaaten. Ihr Gesamtaufkommen beträgt rund 675 Mio. Tonnen bzw. 23 Prozent des gesamten in 2006 erzeugten Abfallaufkommens von ca. 2,9 Milliarden Tonnen.

Welche Ressourcenpotenziale werden der Wirtschaft noch vorenthalten?

Von den 17 Stoffströmen wurden in 2006 insgesamt 371 Mio. Tonnen stofflich als Sekundärrohstoffe in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt oder energetisch als Brennstoffe genutzt. Diese Menge macht jedoch lediglich 55 Prozent des ermittelten Gesamtpotenzials der 17 Stoffströme für Europa aus, 45 Prozent wurden über Deponien oder nicht hochenergieeffiziente Verbrennungsanlagen beseitigt und haben mit CO2- oder Methanemissionen auch zu einer vermeidbaren Klimabelastung beigetragen.

Die Verwertungsraten (stofflich und energetisch) unterscheiden sich von Stoffstrom zu Stoffstrom deutlich. Die höchsten Verwertungsraten für Europa konnten für Gummi & Altreifen (78 Prozent), Eisen & Stahl (77 Prozent), Kupfer (69 Prozent), Blei (68 Prozent) sowie Altpapier, Pappe & Karton (67 Prozent) ermittelt werden. Für alle untersuchten Stoffströme bestehen darüber hinaus noch weitere nutzbare Potenziale. Besonders hoch sind sie für die Zukunft bei den Stoffströmen, die noch unterhalb der durchschnittlichen Verwertungsrate von 55 Prozent für alle Stoffströme zusammen liegen: Bioabfälle (39 Prozent), Kunststoffe (36 Prozent) oder Textilien (34 Prozent).

Ausgehend von den Potenzialanalysen für das Jahr 2006 wurde zudem eine jeweils stoffstromspezifische Modellierung der sich bis 2020 verändernden Aufkommenspotenziale für jedes der 27 EU Mitgliedstaaten durchgeführt.

Einer der Schwerpunkte neben dem Klimaschutz wird es sein, die Rahmenbedingungen für die Stärkung der Recyclingwirtschaft in Europa zu schaffen, den EU-Aktionsplan zur Recyclingwirtschaft zu implementieren und in eine öko-effiziente Wirtschaft zu integrieren.

Für die Umsetzung der übergreifenden Ziele sind konkrete Rahmenbedingungen und Maßnahmen erforderlich. Hierfür werden solide Datengrundlagen für die nutzbaren Abfallstoffströme in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten sowie für die Investitionen in eine klimafreundliche Ressourcenwirtschaft benötigt.

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