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Methodik

Familienatlas 2012

Methodik

Die Frage, wodurch eine Stadt oder Region für Familien attraktiv wird, kann nicht pauschal beantwortet werden. Die Wichtigkeit verschiedener Aspekte unterscheidet sich nicht nur individuell zwischen Familien, sondern ändert sich auch mit der jeweiligen Familienphase und dem Heranwachsen der Kinder.

Daher weist der Familienatlas 2012 detaillierte Ergebnisse von Einzel-indikatoren aus, die vier familienpolitisch relevanten Handlungsfeldern zugeordnet sind:

  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
  • Wohnsituation und Wohnumfeld,
  • Bildung sowie
  • Angebote und Organisation der regionalen Familienpolitik.

Zudem werden Indikatoren für die demografischen und arbeitsmarkt-bezogenen Rahmenbedingungen einer Region berücksichtigt. Bei den Indikatoren wird jeweils neben dem Indikator-Wert der Rang im Vergleich aller 402 Kreise und kreisfreien Städte ausgewiesen.

Eine Liste der Indikatoren und Datenquellen steht hier als Download zur Verfügung.

Datenquellen

Als bundesweite Vergleichsstudie muss sich der Familienatlas im Wesentlichen auf Indikatoren beschränken, für die Grunddaten flächendeckend und in gleicher Qualität für sämtliche 402 Kreise und kreisfreien Städten verfügbar sind. Die statistischen Daten stammen mehrheitlich vom Statistischen Bundesamt, den Statistischen Landesämtern, der Bundesagentur für Arbeit und dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Ebenfalls wurden Statistiken einzelner Kultusministerien, der Landessportbünde, des Bundeskriminalamts und der MB Research GmbH hinzugezogen. Für das Handlungsfeld „Angebote und Organisation regionaler Familienpolitik“ wurden die Daten durch eine schriftliche Befragung der Verwaltungsleitungen der Kreise und kreisfreien Städte erhoben, an der sich sämtliche kreisfreien Städte und 92% der Kreise beteiligten.

Handlungsfelder-Rankings

Für die vier Handlungsfelder Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Wohnsituation und Wohnumfeld, Bildung und Angebote und Organisation der regionalen Familienpolitik, für die Rahmenbedingungen Arbeitsmarkt und Demografie sowie für die Einzelindikatoren sind Rankings der 402 Kreise und kreisfreien Städte ausgewiesen. Bei den Handlungsfeldern und den Rahmenbedingungen wurden die Ränge aus dem arithmetischen Mittel der Ränge der zugehörigen Einzelindikatoren errechnet. Bis auf begründete Ausnahmen sind die Indikatoren dabei mit gleichem Gewicht berücksichtigt.

Vergleichbarkeit mit dem Familienatlas 2007

Ein direkter Vergleich mit den Ergebnissen und den Rängen des Familienatlas 2007 ist nur begrenzt möglich, da gegenüber 2007 die Zahl der Kreise und kreisfreien Städte durch Gebietsreformen um 37 Regionen zurückgegangen ist. Da der Familienatlas 2012 die Position der Regionen relativ zu den anderen Regionen ausweist, können Änderungen bei den Rängen und der Gruppenzuordnung daher neben der weiterentwickelten Indikatorik des Familienatlas 2012 zum Teil auf die geringere Zahl der Regionen zurück-geführt werden. Größere Veränderungen bei der Zuordnung einzelner Regionen sind jedoch im Wesentlichen auf eine tatsächlich veränderte Position im Wettbewerb der Regionen zurückzuführen.