Wie genau entstehen die Ergebnisse des Fernwärmeatlas – und wie sind sie einzuordnen? Auf dieser Seite finden Sie weiterführende Informationen zur Datengrundlage, zur Methodik sowie Antworten auf häufige Fragen. Studie zum Prognos Fernwärmeatlas Die begleitende Studie fasst die wichtigsten Erkenntnisse, Trends und Zusammenhänge kompakt zusammen.Studie sichern Daten für alle 401 Landkreise undkreisfreie Städte in einer Tabelle Alle Bewertungen landkreisgenau im Überblick: Fernwärmenachfrage, Ausbaupotenziale, Voraussetzungen für den Netzausbau und die Dekarbonisierung..xlsx-Datei sichernMethodik und Vorgehen Datengrundlagen und Dokumentation der Methodik in einem Dokument PDF herunterladen Die fünf Karten zum Fernwärmeatlas Fernwärme heute/Bestand (PDF)Fernwärmepotenzial (PDF)Voraussetzungen für den Netzausbau (PDF)Voraussetzungen für die Dekarbonisierung (PDF)Voraussetzungen für den Ausbau klimafreundlicher Fernwärme gesamt (PDF) Zurück zur ÜbersichtStand: 17.06.2026Die Inhalte sind ausschließlich unter Quellenangabe "Prognos/Handelsblatt/Tagesspiegel Background" frei nutzbar. Allgemeines & Einordnung der Ergebnisse Welche Aussagekraft hat der Fernwärmeatlas? Was ist sein Mehrwert? Der Fernwärmeatlas zeigt erstmals für alle Kreise Deutschlands, welche Potenziale die Fernwärme hat und wie es um die Verfügbarkeit lokaler erneuerbarer Energien steht. Daraus wird abgeleitet, wie gut die Voraussetzungen für den Fernwärmeausbau insgesamt sind. Der besondere Mehrwert liegt in der differenzierten Darstellung der Potenziale nach Verdichtung, Erweiterung und Neubau. Welche Motivation steckt hinter der Veröffentlichung des Fernwärmeatlas? An wen richtet er sich? Der Fernwärmeatlas soll die Datenbasis für die Wärmewende verbessern und insbesondere Regionen unterstützen, die bei der Wärmeplanung noch am Anfang stehen. Er richtet sich vor allem an Verantwortliche in Kommunen und Kreisen sowie an Stadtwerke. Was sagt der Fernwärmeatlas aus? Wie sind die Ergebnisse einzuordnen? Die Ergebnisse zeigen, dass Deutschland über ein erhebliches Ausbaupotenzial für Fernwärme verfügt. Vor allem in Städten, aber auch in vielen Landkreisen, kann Fernwärme einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende leisten. Was sagt der Fernwärmeatlas nicht aus? Der Atlas unterscheidet zwar zwischen Ausbauformen wie Neubau oder Erweiterung sowie zwischen verschiedenen Wärmequellen, berücksichtigt jedoch keine standortspezifischen Kostenunterschiede, beispielsweise zwischen „Neubau in Flensburg“ und „Neubau in Berchtesgaden“. Für detaillierte Analysen sind daher immer lokale Prüfungen erforderlich. Nicht betrachtet werden zudem Nahwärme, Fernkälte, Biomasse und Wasserstoff. Warum werden nur Wohngebäude betrachtet? Für den Wohnungsbestand liegen belastbare und kleinräumige Daten zur Heizungsstruktur vor. Für Gewerbe und Industrie ist die Datenlage deutlich schlechter. Zudem spielt Fernwärme in der Industrie häufig eine geringere Rolle, da dort höhere Temperaturen benötigt werden. Warum wurde nicht der gesamte Wärmemarkt betrachtet? Der Fokus liegt bewusst auf dem Wohnungssektor, da hier die Datenqualität besonders hoch ist und belastbare Aussagen möglich sind. Zudem stellt der Wohnungssektor einen zentralen Teil des Wärmemarktes dar. Warum gibt es keine Platzierungen und kein Ranking? Der Fernwärmeatlas versteht sich nicht als Wettbewerbsvergleich, sondern als Orientierungsinstrument. Ziel ist es, Chancen sichtbar zu machen und nicht Regionen in eine Rangfolge zu bringen, denn die meisten Regionen Deutschlands haben große Ausbaupotenziale für die Fernwärme. Welche Rolle spielen Städte im Fernwärmeatlas? Städte haben in der Regel bessere Voraussetzungen für Fernwärme als ländliche Regionen. Gründe sind höhere Wärmedichten, vorhandene Netzinfrastruktur und geringere Kosten pro Anschluss. Entsprechend ist der Fernwärmeanteil in Städten typischerweise vier- bis fünfmal höher als in Landkreisen. Methodik des Fernwärmeatlas Welcher methodische Ansatz wurde gewählt? Die Analyse basiert auf einem deutschlandweiten Raster von 100 × 100 Metern. Dadurch lassen sich sowohl bestehende Strukturen als auch Ausbaupotenziale sehr kleinräumig analysieren (Kommunen, Kleinstädte, Stadtteile usw.). Alle verfügbaren Daten (Wohnungen, Beheizungsstruktur, Wärmebedarf usw.) werden im Wärme-Infrastrukturmodell WInfra von Prognos zusammengeführt und ausgewertet. Dadurch können wir die Potenziale getrennt nach Verdichtung, Erweiterung und Ausbau analysieren und bewerten. Auch die Potenziale erneuerbarer Wärmequellen werden räumlich erfasst und regional zusammengeführt. Welche Annahmen liegen der Analyse zugrunde? Prognos verfügt aus umfangreichen Voruntersuchungen zur Fernwärme über belastbare Daten zu den Kosten des Fernwärmeausbaus sowie zu den einzelnen erneuerbaren Energien. Biomasse wurde nicht berücksichtigt, da angenommen wird, dass sie nicht lokal eindeutig zugeordnet werden kann. Zudem legen die Analysen nahe, dass die Wärmeerzeugung auf Basis von Wasserstoff mit dem Ziel der Einspeisung in Fernwärmenetze deutlich teurer ist als die Nutzung lokaler erneuerbarer Energien. Wie stabil sind diese Annahmen? Die tatsächlichen Gegebenheiten können regional stark variieren, etwa in historischen Altstädten oder bei engen Straßenverhältnissen. Zudem kann die technologische Entwicklung die Kosten der betrachteten lokalen erneuerbaren Energieträger verändern. Allerdings sind viele der zugrundeliegenden Technologien, wie etwa Bohrungen für Geothermie, bereits seit Langem etabliert, sodass keine disruptiven Kostensprünge erwartet werden. Dennoch ist es sinnvoll, die zugrunde gelegten Annahmen in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Warum wird das Jahr 2045 betrachtet? Deutschland strebt bis 2045 Klimaneutralität an. Der Atlas orientiert sich an diesem Zieljahr, beschreibt jedoch kein Szenario, sondern zeigt generelle Potenziale und Voraussetzungen auf. Welche Indikatoren wurden für die Ermittlung des Fernwärmepotenzials verwendet? Wir gehen davon aus, dass ein Fernwärmepotenzial besteht, wenn die Wärmedichte über 400 MWh pro Hektar liegt. Darüber hinaus werden mehrere Indikatoren miteinander kombiniert, darunter die Wärmedichte als zentraler Wirtschaftlichkeitsindikator, die bestehende Fernwärmeversorgung auf Basis der Heizungsstruktur im Zensus, die räumliche Lage im Verhältnis zu bestehenden Netzen sowie die Zugehörigkeit zu einer Kommune mit oder ohne bestehendes Fernwärmenetz. Diese Indikatoren ermöglichen die Zuordnung zu den Kategorien Bestand, Verdichtung, Erweiterung und Neubau und bilden die Grundlage für die Abschätzung der erschließbaren Fernwärmenachfrage. Warum ist die Wärmedichte so wichtig für Fernwärme? Die Wärmedichte (MWh pro Hektar) ist ein zentraler Indikator für die Wirtschaftlichkeit von Fernwärmenetzen. Je höher die Wärmedichte, desto mehr Haushalte können auf kurzer Strecke versorgt werden – das reduziert die notwendigen Investitionen pro angeschlossenem Gebäude und verbessert die wirtschaftlichen Voraussetzungen erheblich. Was bedeutet Verdichtung, Erweiterung und Neubau? Verdichtung: Anschluss zusätzlicher Gebäude an eine bestehende Fernwärmeleitung.Erweiterung: Verlängerung von Fernwärmenetzen und ggf. Kapazitätserweiterung vorhandener Leitungen.Neubau: Vollständiger Neubau von Fernwärmeleitungen ohne bestehende Infrastruktur. Besonders schwierig, wenn heute noch kein Fernwärmenetz in der Region existiert. Wie wurden die Gesamtvoraussetzungen zum Ausbaupotenzial und zum Dekarbonisierungspotenzial bewertet und berechnet? Die Bewertung der Voraussetzungen basiert auf zwei zentralen Dimensionen: den Voraussetzungen für den Netzausbau und den Voraussetzungen für die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung. Beim Netzausbau wird analysiert, wie sich die identifizierten Potenziale auf Verdichtung, Erweiterung und Neubau verteilen. Regionen mit bereits bestehenden Netzen und einem hohen Anteil an Verdichtungspotenzial weisen dabei in der Regel günstigere Bedingungen auf, da der Ausbau hier vergleichsweise kosteneffizient erfolgen kann. Parallel dazu wird für die Dekarbonisierung untersucht, in welchem Umfang lokale erneuerbare Wärmequellen verfügbar sind und wie wirtschaftlich diese genutzt werden können. Dabei spielen insbesondere die Wärmegestehungskosten sowie das Vorhandensein geeigneter lokaler Ressourcen eine entscheidende Rolle. Beide Dimensionen werden anschließend zu einem Gesamtindikator zusammengeführt, wobei die Dekarbonisierung mit 60 Prozent stärker gewichtet wird als der Netzausbau mit 40 Prozent. Das Ergebnis wird in ein fünfstufiges Bewertungssystem von „sehr gut“ bis „herausfordernd“ überführt, um die regionalen Voraussetzungen für die Fernwärme verständlich und vergleichbar darzustellen. Wurde bei der Erstellung des Fernwärmeatlas KI genutzt? Nein. Die Ergebnisse basieren auf einem wissenschaftlichen Modellierungsansatz und statistischen Daten, nicht auf generativer KI. In der Studie wurde KI nur zur Sprach- und Grammatikprüfung verwendet. Was sind lokale erneuerbare Wärmequellen? Darunter versteht man Energiequellen, die vor Ort verfügbar sind und direkt in Wärmenetze eingespeist werden können, etwa Geothermie, Abwärme oder Wärme aus Wasser.Diese Quellen haben den Vorteil, dass sie regional verfügbar sind und keine zusätzlichen Transportinfrastrukturen benötigen. Sie sind daher besonders wichtig für eine kosteneffiziente Dekarbonisierung der Fernwärme. Welche Wärmequellen wurden nicht betrachtet? Nicht berücksichtigt wurden insbesondere: Biomasse (da sie überregional gehandelt wird und schwer lokal zuzuordnen ist), Wasserstoff (wegen derzeit hoher Kosten und unsicherer Infrastruktur) und Luft-Wärmepumpen in der Potenzialbewertung der lokalen Quellen (werden separat betrachtet). Welche Daten werden im Fernwärmeatlas verwendet und von wann sind die Daten? Der Fernwärmeatlas basiert auf einer Kombination mehrerer Datenquellen:Zensus 2022: Wohnungen und HeizungsartenHotmaps-Daten (2018): Wärmedichte und WärmebedarfAGEB-Daten (Stand 2023, Kalibrierung 2025): nationale EnergiebilanzenGeodaten (BKG): VerwaltungsgrenzenDaten zu erneuerbaren Wärmepotenzialen (u. a. Umweltbundesamt, Fraunhofer ISI, EU-Projekte)Die Daten werden im Prognos-WInfra-Modell zusammengeführt und konsistent auf den Bezugsstand 2023 kalibriert. Welche Daten konnten nicht verwendet werden und warum? Nicht alle potenziell relevanten Daten sind ausreichend verfügbar oder vergleichbar. Dazu zählen insbesondere:detaillierte Daten zur Wärmeversorgung im Gewerbe und in der Industriekleinräumige Daten zu baulichen Gegebenheiten (z. B. Straßenbreiten, Denkmalschutz)lokal zuordenbare Biomassepotenzialezukünftige WasserstoffinfrastrukturenDiese Aspekte würden zwar die Analyse verfeinern, sind aber derzeit nicht flächendeckend und belastbar verfügbar. Sind die verwendeten Daten aktuell genug? Die verwendeten Daten gehören zu den aktuellsten verfügbaren Datensätzen und werden im Modell zusätzlich kalibriert, um Konsistenz zu gewährleisten. Gleichzeitig gilt: Der Fernwärmeatlas ist eine modellbasierte Momentaufnahme. Regionale Entwicklungen, technologische Fortschritte oder neue Daten können die Ergebnisse künftig verändern. Dennoch bietet die Kombination aus aktueller Datenbasis und konsistenter Methodik eine robuste und belastbare Grundlage für strategische Einschätzungen. Veröffentlichung & Nutzung Wer ist der Herausgeber? Der Fernwärmeatlas wurde von der Prognos AG entwickelt und im Juni 2026 erstmals in Kooperation mit dem Handelsblatt sowie dem Tagesspiegel Background Energie & Klima veröffentlicht.Als Quelle ist anzugeben: Prognos AG in Kooperation mit Handelsblatt und Tagesspiegel Background – Fernwärmeatlas, 2026(oder kürzer: „Prognos/Handelsblatt/Tagesspiegel Background“). Darf ich die Daten verwenden? Die Inhalte sind unter Angabe der Quelle frei nutzbar.Die Nutzung, Weitergabe und Vervielfältigung der Karten ist ausschließlich unter der Voraussetzung einer deutlich sichtbaren Quellenangabe (mindestens „Prognos/Handelsblatt/Tagesspiegel Background“) zulässig. Alternativ oder ergänzend ist eine entsprechend sichtbare Verlinkung auf die Veröffentlichungsseite vorzunehmen:https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energie-wenn-sie-hier-leben-sollten-sie-mit-einer-waermepumpe-planen/100226139.html Als Quelle ist anzugeben: Prognos AG in Kooperation mit Handelsblatt und Tagesspiegel Background – Fernwärmeatlas, 2026(oder kürzer: „Prognos/Handelsblatt/Tagesspiegel Background“). Gab es schon frühere Ausgaben vom Fernwärmeatlas? Nein, es handelt sich um die erste Ausgabe des Fernwärmeatlas. Kontaktieren Sie uns gerne. Antonia Wentrot Referentin Unternehmenskommunikation +49 30 58 70 89 118 presse@prognos.com Zum Profil Ihr Name Telefonnummer E-Mail-Adresse Ihre Nachricht Hinweis zum Datenschutz Ja, ich stimme zu, dass Prognos die oben von mir angegebenen personenbezogenen Daten verarbeitet, um das von mir vorgebrachte Anliegen bestmöglich bearbeiten zu können. 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