Dossier: Export- und Wachstumspotenziale der Kultur- und Kreativwirtschaft

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Datum

01. Oktober 2026

Die Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) wird internationaler. Vor allem digitale Dienstleistungen, Software, Games, Design, Werbung und Content-Produktion wachsen weltweit stark. Während kreative Güter seit 2010 deutlich zugelegt haben, sind die Exporte kreativer Dienstleistungen noch schneller gewachsen. Sie zählen heute zu den wichtigsten Treibern des internationalen Handels.

Das Dossier untersucht die Export- und Wachstumschancen deutscher Kreativunternehmen in vier Märkten: Frankreich, Polen, Österreich und Südkorea. Die Länder stehen für unterschiedliche Internationalisierungswege: vom vertrauten DACH-Markt über dynamische EU-Wachstumsmärkte bis hin zum globalen Content- und Technologiestandort in Asien.

Die Analyse zeigt: Nicht die Marktgröße entscheidet über den Erfolg, sondern ob Unternehmen die Besonderheiten eines Marktes verstehen. Wer international erfolgreich sein will, muss Produkte, Kommunikation und Vertrieb an Sprache, Kultur und lokale Erwartungen anpassen.

Der Weg ins Ausland führt über Netzwerke

Vier Erkenntnisse ziehen sich durch alle Fallstudien:

  • Die größten Chancen liegen in digitalen und technologiegetriebenen Teilmärkten wie Software, Games, Werbung, Design und audiovisuellen Medien.
  • Erfolgreiche Internationalisierung braucht mehr als Export. Sie verlangt durchdachte Lokalisierung.  
  • Netzwerke, Partnerschaften und persönliche Kontakte öffnen Märkte oft schneller als formale Vertriebswege.
  • Präsenz vor Ort schafft Vertrauen und wird damit zum Wettbewerbsvorteil.

Frankreich verlangt kulturelle Anpassung und starke lokale Sichtbarkeit. Polen punktet mit Wachstum, Community-Nähe und digitaler Dynamik. Österreich bietet einen Einstieg ohne Sprachbarrieren, verlangt aber ebenfalls gute Netzwerke. Südkorea lockt mit innovativen Content- und Technologiemärkten, setzt jedoch langfristige Beziehungsarbeit voraus.

Internationalisierung ist kein einmaliger Markteintritt. Sie ist ein Lernprozess. Erfolgreich sind die Unternehmen, die Spezialisierung, Lokalisierung und starke Partnerschaften verbinden. So werden aus Marktchancen langfristige Geschäftsbeziehungen.

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