Personalstrategien im demografischen Wandel

Kategorie

Expertise

Datum

09. September 2026

Die Demografie lässt sich nicht verändern, der Umgang mit ihr schon.
Dr. Oliver Ehrentraut

In einem Gastbeitrag für die September-Ausgabe des Magazins neue caritas zeigt Dr. Oliver Ehrentraut, warum Personalstrategien neu gedacht werden müssen.

Die Sozialwirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: Während die Zahl älterer und unterstützungsbedürftiger Menschen steigt, schrumpft zugleich das Erwerbspersonenpotenzial.

Recruiting allein wird nicht reichen

Oliver Ehrentraut argumentiert, dass die Personalgewinnung zwar ein zentraler Baustein bleibe, die entstehenden Lücken jedoch nicht allein durch Recruiting geschlossen werden könnten. Neben attraktiven Arbeitsbedingungen und der Gewinnung neuer Fachkräfte müssten Einrichtungen daher stärker auf Mitarbeiterbindung, flexible Arbeitsmodelle und längere Erwerbsverläufe setzen.

Besonders betroffen sei die Sozialwirtschaft, weil viele Tätigkeiten in Pflege, Betreuung und Beratung nur begrenzt automatisiert werden können. Gleichzeitig gehören zahlreiche soziale Berufe bereits heute zu den größten Engpassberufen auf dem Arbeitsmarkt. Um die Versorgung langfristig zu sichern, brauche es daher eine Kombination verschiedener Maßnahmen.

Zugleich könne Digitalisierung dazu beitragen, Beschäftigte von administrativen Aufgaben zu entlasten und knappe personelle Ressourcen gezielter einzusetzen. Erfolgreiche Personalstrategien würden daher Personalgewinnung, Qualifizierung, Digitalisierung und Organisationsentwicklung miteinander verbinden.

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Dr. Oliver Ehrentraut

Partner, Direktor, Leitung der volkswirtschaftlichen Abteilung

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