Intensiverer Wettbewerb kostet nichts, sondern erfordert ‚nur‘ Mut. Dr. Michael Böhmer Zu diesem Schluss kommen Dr. Michael Böhmer und Henning Vöpel in ihrem Gastkommentar im Handelsblatt. Zwar enthalte die vom Koalitionsausschuss vorgelegte Maßnahmenliste wichtige Ansätze, insgesamt bleibe der Wettbewerb als entscheidender Wachstumstreiber jedoch unterbelichtet. Staatliche Eingriffe schwächen den WettbewerbDie Autoren führen aus, die Ursachen der Wachstumskrise lägen tiefer: Der Staat habe in den vergangenen Jahren verstärkt in Märkte eingegriffen, um Transformation und Stabilität zugleich zu sichern. Dies habe den Wettbewerb geschwächt und häufig eher bestehende Strukturen geschützt als Erneuerung ermöglicht.Wettbewerb sei jedoch zentral für Innovation und Wohlstand. Nur in offenen Märkten könnten sich neue Ideen durchsetzen, Investitionen angereizt und technischer Fortschritt beschleunigt werden. Zugleich wirke Wettbewerb der größten strukturellen Schwäche des Standorts entgegen: seiner Langsamkeit.Wo Wettbewerb eingeschränkt sei, richteten Unternehmen ihren Fokus stärker auf Absicherung statt auf Innovation. Auch regulatorische Hürden, Subventionen und der Schutz etablierter Industrien hemmten neue Geschäftsmodelle und Markteintritte.Vor diesem Hintergrund plädieren Vöpel und Böhmer dafür, Wettbewerbshemmnisse konsequenter abzubauen und den ordnungspolitischen Rahmen zu stärken. Gerade in Zeiten tiefgreifender Umbrüche brauche es mehr Mut zu Wettbewerb, um Investitionen und Innovationen dauerhaft zu beleben. Links und Downloads Zum Gastkommentar auf handelsblatt.de (€)Stand: 21.07.2026 Haben Sie Fragen? Ihr Kontakt bei Prognos Dr. Michael Böhmer Managing Partner | Chefvolkswirt Profil ansehen